3 einfache Tricks für die richtige Balance zwischen Füttern und Belohnen

Ganz gleich ob Mensch oder Tier, die Ernährung ist immer ein zentrales, lebenswichtiges Thema. Gerade dann, wenn man seinen Hund neben den regelmäßigen Hauptmahlzeiten  auch mit Naschereien belohnt, rückt das Thema „Gewichtskontrolle“ in das Blickfeld verantwortungsbewußter Hundehalter. Bereits 10% über dem Normalgewicht sind als Übergewicht zu werten. Allerdings lässt sich nicht pauschal sagen, wie viel ein Hund wiegen sollte. Für anerkannte Hunderassen sind zwar Idealgewichte definiert, dennoch kann das optimale Gewicht des einzelnen Hundes nach oben oder unten abweichen. Insbesondere ausgeprägte Muskeln können zu einigen Kilo mehr auf der Waage führen.

Wiegen zur Gewichtskontrolle des Hundes

 

 

 

 

 

 

 

Häufig wird Übergewicht beim Hund erst spät festgestellt. Wer seinen Hund täglich sieht, bemerkt langsame Veränderungen wie eine Gewichtszunahme kaum. Wichtig ist es, die natürlichen Ansprüche des vierbeinigen Freundes zu berücksichtigen und auf ausreichend Bewegung und eine angemessene Hundeernährung zu achten, denn die Gesundheit Ihres Hundes hängt maßgeblich von der Ernährung und Auslastung ab. Um beim Einsatz von Leckerchen trotzdem die richtige Balance zwischen Futter und Belohnungssnacks zu halten und für ein gutes Gewicht und gesunde Ernährung zu sorgen, helfen drei Tricks:

1. Regelmäßige Gewichtskontrolle!

Die sicherste Kontrollmethode ist das regelmäßige Wiegen. Einen kleinen Hund können Sie auf den Arm nehmen und sich gemeinsam mit ihm auf die Personenwaage stellen, nachdem Sie sich zuvor alleine gewogen haben. Bei großen Hunden ist diese Methode weniger empfehlenswert 😉 Hier hilft ein Besuch beim Tierarzt oder die Anschaffung einer speziellen Waage mit größerer Trittfläche. Ein anderer Test nimmt die Rippen des Hundes in den Fokus. Hilfreich ist hier das Abtasten der Seiten und des Brustkorbes, denn bei einem Hund mit normalem Gewicht sind die Rippen deutlich unter der Haut zu spüren. Wird der Hund von oben betrachtet, sollte die Taille deutlich sichtbar sein. Übergewicht äußert sich hingegen durch eine Fettschicht über den Rippen und am Bauch und eine wenig bis gar nicht abgesetzte Taille. Faustregel  beim Rippen-Test:  Sind die Rippen fühlbar, aber optisch nicht herausstechend hervorgetreten, dann ist das Gewicht des Hundes absolut im Rahmen.

Unsere Leser haben Golden Retriever-Dame Fly in einem der letzten Beiträge bereits kennengelernt. Am besten frage ich sie jetzt gleich mal nach ihren Erfahrungen in Sachen Gewichtskontrolle. Also liebe Fly, was hältst Du persönlich vom regelmässigen Wiegen und dem  sogenannten “Rippenfühltest” zur täglichen Gewichtskontrolle?

Fly:
Grummel grummel…ich finde diesen Test total blöd. Meine Rippen kannst Du nicht fühlen weil ich so viel Fell habe !!! Und ansonsten finde ich diese klapperdürren Hunde voll doof. Der Trend geht zum Vollblutweib…äh Vollblut-Goldie mit ordentlichen Rundungen. Ich hasse Wiegen und Rippenfühltests ! Das verstößt gegen die Goldiewürde. Erinnere Dich doch bitte mal daran, als Du damals versucht hast, mich auf den Arm zu nehmen und wir schwankend durchs ganze Badezimmer getorkelt sind bis am Ende die halbe Badeinrichtung zerstört war. Nein, Wiegen und Rippenfühltests sind total blöd !!!

2. Mahlzeiten verteilen!

Die Angaben zur Futtermenge auf den Verpackungen von Fertigfutter können nur als Richtwerte verstanden werden. Die richtige Futtermenge unterscheidet sich von Hund zu Hund. Ausschlaggebend sind sowohl das Alter und der Stoffwechsel als auch der tägliche Energieverbrauch und der Energiegehalt des Futters. Auch sollte zur Bestimmung der Futtermenge nur dann das tatsächliche Gewicht des Hundes herangezogen werden, wenn dieser nicht übergewichtig ist.

In der Hundeernährung sind 2 bis 3 kleinere Hauptmahlzeiten am Tag sinnvoller als die einmalige Fütterung einer größeren Menge. Die Gesamtmenge der Hauptmahlzeiten sollte auf eventuelle Zwischenmahlzeiten abgestimmt werden. Dazu zählen vor allem Belohnungen in Form von Futter und Gaben vom Tisch während der eigenen Mahlzeiten. Wird mit Leckerlis als Belohnung gearbeitet, sind diese vom Hauptfutter abzuziehen, um Übergewicht beim Hund zu verhindern. Weiterhin ist in der Hundeernährung die Wahl des richtigen Futters wichtig. Der Energiegehalt im Futter sollte auf den Energieverbrauch des Hundes abgestimmt werden. Grundsätzlich gilt: Lieber etwas weniger füttern als zu viel. Ältere Hunde haben naturgemäß weniger Bewegungsdrang als ein junger Hund, entsprechend kann mit zunehmendem Alter die Futtermenge ruhigen Gewissens reduziert werden. Davon profitiert auch die Hundegesundheit.

Unsere ausgewachsenen Retriever erhalten morgens und abends ihre beiden Futterrationen. Das reduziert nicht nur das Hungergefühl des Hundes, sondern kommt auch seiner Verdauung entgegen. Bedenken sollte man auch die Ruhephase nach der Fütterung. Hunde schlingen meist die Portion hinunter, daher ist der Organismus anschließend etwa 80 Minuten lang mit der Verdauung beschäftigt. Mal sehen was Fly sagt

Fly:
Mahlzeiten verteilen ist o.k. Wobei man über die Anzahl streiten kann. Zwei über den Tag verteilt sind eindeutig zu wenig. Ich tendiere hier zu 8 Hauptmahlzeiten und 4 Zwischenmahlzeiten. Und als Betthupferl vielleicht noch etwas Vanillepudding…Gut finde ich Deinen Tipp mit den Ruhepausen nach dem Essen. Und zum Thema Schlingen: Wenn diese gefrässigen Labis nicht wären, könnte man seine 8 Hauptmahlzeiten auch viel ruhiger und langsamer zu sich nehmen. Doch wenn ich nicht schlinge, bekomme ich von meinen Mahlzeiten nur ein Drittel, weil die Labis alles so schnell aufsaugen, dass sie direkt danach zu meiner Meshidai Futterstation rasen und auch noch meine Futter haben wollen ! Was für eine Sauerei ! Die sollten sich was schämen !

3. Belohnungssnacks planen!

Bei der Frage nach der richtigen Balance spielen ein, zwei kleine Leckerlis am Tag natürlich keine entscheidende Rolle. Wenn Sie jedoch einen umfangreichen Trainingstag planen, zum Beispiel in der Hundeschule, und daher schon wissen, dass es heute mehr Leckerlis gibt als sonst, dann können Sie die normale Mahlzeit etwas schmälern.

Solange Sie nicht inflationär mit Belohnungssnacks umgehen, ist der entscheidende Faktor nicht wie oft oder wie viele Leckerlis verfüttert werden, sondern welche! Empfehlenswert und ungefährlich sind vor allem gesunde Snacks, die aus Gemüse oder zartem Hähnchenfleisch hergestellt wurden. Racinel Gemüsestangen und -snacks oder aber auch sogenannte Bio Bitsbieten sich beispielsweise als köstliche Snacks an.

Wer regelmäßig mit einem Futterdummy trainiert, kann mindestens eine komplette Hauptmahlzeit während des Futterdummytrainings verfüttern und kann bei dieser Trainingseinheit komplett auf Leckerchen verzichten. Und Fly, kannst Du mir in diesem Punkt zustimmen?

Fly:
Äh ich will Dir nicht zu nahe treten, aber was gibt es bei Belohnungssnacks zu planen? Im Grunde fällt mir hier nur eine Regel ein: Achte darauf, immer genügend Belohnungssnacks dabei zu haben. Vielleicht noch Regel 2: Belohnen kann man nie genug ! Es gibt immer einen Grund ! Gut finde ich Deine Idee, eine der 8 Hauptmahlzeiten beim Futterdummytraining zu verfüttern. Zumindestens wenn Du das bei den Labis machst.

Vielen Dank Fly für Deine sachkundigen Beiträge zum Thema Füttern & Belohnen. Ich sehe bei Dir Potential für eine eigene TV-Show zum Thema. Entweder etwas in Richtung “Kochduell” oder “Fly die Restaurant-Kritikerin”.

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