Ein offenes Ohr in schweren Stunden

Wie erfrischend und voller Leben sind die Impressionen aus der Welpenkiste: Die kleinen Geschöpfe werden immer vitaler und lassen uns „Freude pur!“ erleben. Auch kullert so manches Tränchen der Rührung, wenn wir bewegende Momente miterleben dürfen, wie beispielsweise die Geburt, das Öffnen der Augen oder den Augenblick, als die Welpen das erste Mal ihre Mutter bewusst wahrnehmen. Weinen vor Freude – wir alle kennen dieses ergreifende Gefühl.

Ganz anders fühlen sich Tränen der Trauer an – wenn ein geliebter Mensch oder ein lieb gewonnener Weggefährte uns verlassen müssen oder plötzlich sterben. Das tut so weh… mehr, als mancher von uns ertragen kann. Und leider fehlt häufig der verständnisvolle Zuhörer – insbesondere wenn es um Sterben, Tod und Trauer bei einem (Haus-)Tier geht. Kommentare wie „Es ist doch nur ein Hund…“ sind leider immer wieder zu hören; für die Betroffenen ein zusätzlicher Stich ins Herz.

Wir Hundebesitzer entwickeln im Laufe der gemeinsamen Zeit zu unseren Vierbeinern eine ganz besondere – und für Außenstehende nicht immer nachvollziehbare – Beziehung und Bindung. Gemeinsam durchleben wir alle Hochs und Tiefs, die das (Hunde-)Leben uns beschert. Und irgendwann müssen die Leichtigkeit und Unbeschwertheit weichen… wenn schwere Krankheit und Todesnähe den Alltag mitbestimmen. Wohin dann mit der Trauer? Mit den Ängsten und Nöten? Mit wem kann ich darüber reden? Fragen über Fragen von Betroffenen, die in ihrem Umfeld keine hilfreichen Ansprechpartner sehen.

Eine mögliche Kontaktadresse für derartige Sorgen und Nöte: Bei der Telefonseelsorge findet man rund um die Uhr unter der kostenfreien Nummer 08001110111 Rat und Hilfe.

Service für trauernde Hundefreunde von Hund-Unterwegs.de

Neuer Service für trauernde Hundehalter

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Kommentare

  1. Rolf Holländer meint:

    Das finde ich eine sehr gute Idee.

    Wir haben auch vor kurzem unseren dritten Schäfi veloren.

    Da ist es gut, wenn einem jemand zur Seite steht.

  2. Birgit meint:

    Bin froh, diese Seite entdeckt zu haben. Meine kleine Madame ist seit 57 Tagen nicht mehr bei mir.

  3. Mein Seelenhund ist am 22. August 2016 an Herzversagen gestorben. Er starb in meinen Armen nach einem schönen Spaziergang und seinem täglichen Schwimmtraining – ja, er war alt (17), ja, er war krank. Trotzdem tat und tut es unendlich weh, obwohl ich mir immer wieder sage, dass er nicht leiden musste und der Zeitpunkt bei diesem Alter ja ständig zu erwarten war.

    Ich bin immer noch völlig „out of order“. Wir haben jetzt aber wieder einen „neuen“ Hund, einen sehr süßen Mischlingsrüden, der als Straßenhund in Bukarest leben musste – ich habe ihn eigentlich für unsere trauernde Hündin aufgenommen (wäre selbst noch nicht wieder so weit gewesen), bin jetzt aber sehr froh, dass er hier ist und sich offensichtlich wohlfühlt… auch unserer Hündin geht es viel besser – von meiner allein zu Hause ausgelebten Trauer hätte niemand etwas gehabt, und sein fröhliches Wesen tröstet mich jeden Tag ein wenig mehr…

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