Fröhliche Weihnachten! – „Mein Weihnachtshund“ / Teil II

Frohe Weihnachten Header Teil 2

Ein Artikel war nicht ausreichend, um nur einige der großartigen Geschichten und Bilder zu unserem Adventswettbewerb „Mein Weihnachtshund“ vorzustellen. Im zweiten Teil präsentieren wir also zwei weitere schöne Geschichten und eine Auswahl an Fotos, die das Siegertreppchen nur ganz knapp verfehlten und die es verdient haben, unbedingt gesehen zu werden…

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Pitchys Warten auf Bescherung (Daniela Majert)

Leben ist immer sehr eng verbunden mit dem Tod und umgekehrt… Im Mai 2008 ist ganz plötzlich unser Hund im Alter von 12 Jahren verstorben.

Es kam die Leere! Kein Kerl, der einen schwanzwedelnd begrüßt hat, keine kalte Schnauze, die einem morgens mitteilte, dass es Zeit ist zum Gassigehen – keine Pfoten, die Krauleinheiten eingefordert haben, keine ausgiebigen Runden durch die holsteinische Schweiz oder am Strand entlang..
Das war nicht auszuhalten. Als Familie, die bisher immer einen hündischen Begleiter hatte, mussten wir feststellen, trotz natürlich vorheriger Absprache, dass kein neuer Hund ins Haus kommt, dass das so nicht geht

Somit haben wir alle Tierheime in der Umgebung abgegrast – und davon gibt es viel zu viele. Die Liebe auf den ersten und zweiten Blick stellte sich aber nicht ein.

Dann hatten wir Glück – über eine Tierschutzorganisation haben wir unseren kleinen Traumtänzer gefunden!

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Im Juni 2008 zog er damals als 12 Monate alter Rüde bei uns ein! Seine Vorgeschichte hat vieles an und in ihm geprägt! Er ist im Welpenalter mit seiner Mutter schwerkrank in Rumänien aufgegriffen worden. Es hat einige Wochen gedauert, bis er wieder in die Spur kam, begleitet von vielen Tierarztsitzungen verbunden mit Stunden am Tropf und vielen Spritzen und den damit verbundenen Autofahrten. (Wir gehen davon aus, dass er daher nicht so gerne Autofahren mochte.)

Kaum bei uns angekommen, wurde der kleine Mann seiner Munition beraubt (Kastration) und musste knapp zwei Wochen später schon den ersten Segeltörn (1 Woche dänische Südsee) mit uns absolvieren – er hat sich als Seebär entpuppt! Anfangs hat er, wie viele Anfänger, mit der Seekrankheit gekämpft, hat sich den neuen Herausforderungen gestellt und, was sollen wir sagen, – er hat gewonnen! Jetzt darf er uns bei unseren Törns auf der Ostsee immer begleiten! Selbst dem Autofahren hat er sich gestellt – mit viel Übung und immer verbunden mit positiven Erlebnissen steigt er jetzt freiwillig ein.

Inzwischen begleitet er uns schon fast 4 1/2 Jahre, der kleine Rumäne. Klein ist natürlich bei einem Stockmaß von etwas über 52 cm etwas untertrieben, aber er ist halt der Kleinste in der Familie.

Er ist immer noch neugierig auf alles Neue und verfressen ohne Ende. Aufs Fressen warten fällt ihm schwer, genauso das Warten auf den Kauknochen, wenn er weiß, dass dieser schon bereit liegt.

Wir hoffen, dass er uns noch lange begleitet wird, da tierische Begleiter viele Türen und Herzen öffnen und das menschliche Miteinander oftmals sehr entspannen können.

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hund-unterwegs-adventslogohund-gekAnsaro – Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte (Heike Schmeink)

Weihnachten wird für mich seit 2009 etwas ganz Besonderes sein und in Erinnerung an unseren kleinen schwarz-weißen Basenji möchte ich allen die kleine Weihnachtsgeschichte erzählen.

hund-unterwegs-basenji-ansaroAnsaro liebte Weihnachten sehr, denn alles war spannend und aufregend. Auch er genoss die harmonische und friedliche Stimmung. Ansaro, als schlauer Basenji, hat immer früh gespürt, wenn es so weit war. Er war schon ganz aufgeregt, wenn wir die Einkäufe ins Haus brachten, weil garantiert ein Geschenk für ihn dabei war. Er liebte es ganz besonders, wenn der Weihnachtsbaum ins Haus getragen wurde, denn er wusste ganz genau, wie schön es anzusehen war, wenn dieser geschmückt in Licht und Glanz erstrahlen würde. Neugierig rannte er zwischen Tür und Wohnzimmer immer hin und her, weil Herrchen die Kugeln und Anhänger, Lichterketten und Baumspitze aus dem Keller in die Wohnung trug.

Dann war es endlich so weit, der Baum wurde geschmückt. Wie herrlich war das Geglitzer und Gefunkel anzusehen und Ansaro war so gespannt auf das Ergebnis. Er stand staunend vor dem Baum und hat die Welt um sich herum vergessen.

Herrchen und Frauchen haben sich für den Weihnachtsabend besonders schön angezogen und Ansaro hat genau gemerkt, dass heute etwas ganz besonderes war. Traurig war er nur, dass er sich nicht auch so schön herrichten konnte, wie der fun­kelnde Weihnachtsbaum oder sein menschliches Rudel.

Als dann alle in so herrlicher Weihnachtsstimmung waren und der Truthahn bald auf den Tisch kam, hatte Ansaro dann doch noch eine schöne Idee.

Er pflückte genau den Strohstern mit dem funkelnden, goldenen Glitzer von einem der unteren Äste, kaute ihn gut durch und siehe da, er war der Star des Abends. Die goldenen Glitzerstückchen um seine Schnauze herum und in seinem lackschwarzen Fell, kamen ganz besonders gut zur Geltung und schmückten ihn ungemein. Wir konnten ihm nicht böse sein und mussten so lachen, da er uns nach dieser Aktion die Show stahl. Jetzt war Ansaro zufrieden, denn so viel Aufmerksamkeit genoss er sichtlich.

Als er später schlafend und glücklich in seinem Körbchen lag, strahlten die Glit­zerstückchen noch im Dunkeln, weil der Mond ins Fenster schien. Ein wunderschönes Weihnachtsfest mit unserem „Schmuckstück“ Ansaro.

Leider war es das letzte Weihnachtsfest, wo uns unser Kleiner noch mal eine so große Freude bereitet hat.

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