„Hunde werden immer noch misshandelt!“ TV-Moderatorin Bettina Böttinger ist Botschafterin des Hundes 2015

teaser_blog_wdr_melanie_grande Hallo Frau Böttinger, Sie unterstützen in diesem Jahr die VDH-Initiative „Tag des Hundes“ als Botschafterin und möchten damit zu mehr Toleranz aufrufen. Warum ist Ihnen gerade das so wichtig?

Hunde, davon bin ich überzeugt, machen das Leben lebenswerter. Wir sollten alles tun, uns dafür bei ihnen zu bedanken und den Menschen, die keinen Hund haben, ein Stück dieser Lebensfreude zu vermitteln.

Was ärgert Sie als Hundehalterin am meisten?

Hinterlassenschaften, denn die belasten die Toleranz.

Auch wenn Hunde in der heutigen Zeit als Familienmitglieder betrachtet werden, gibt es immer noch viele Bereiche, in denen sie unerwünscht sind. Das betrifft zum Beispiel Mietwohnungen, Touristenattraktionen wie Museen oder Schlossparks, natürlich ist auch das Thema Hundekot jedes Jahr im Frühjahr wieder ein Thema in der lokalen Presse. Wie hundefreundlich ist Deutschland eigentlich Ihrer Meinung nach?

Auf der einen Seite boomt der Markt angefangen von Hundespielzeug über spezielle Ernährung bis hin zu den Reiseangeboten mit Hunden. Man könnte also glauben, wir wären sehr hundefreundlich. Auf der anderen Seite werden Hunde immer noch misshandelt und allzu oft werden Giftköder ausgelegt…


Apropos Touristik. Sie reisen mit Ihrer Rauhaardackel-Hündin Finchen bevorzugt nach Zeeland. Was schätzen Sie an der niederländischen Provinz besonders?

Zeeland ist ursprünglich und sehr idyllisch und mit seinen endlos langen Sandstränden vor allem für Familien ein ideales Urlaubsziel. Und Finchen ist überglücklich, wenn sie in Holland am Strand toben kann. Wenn ich ohne sie am Meer spazieren gehen würde, wäre es einfach nur ein Spaziergang am Meer. Wenn ich mit Finchen dort entlang laufe, dann ist es ein Idyll.

Als Moderatorin und Geschäftsführerin einer Fernseh- und Filmproduktionsfirma sind Sie generell sehr viel unterwegs. Finchen ist häufig mit dabei. In welchen Situationen ist es Ihrer Meinung nach vielleicht sogar besonders hilfreich, einen Hund mit zu haben?

Finchen ist eine kleine Rheinländerin: kontaktfreudig, begeisterungsfähig und ein ausgesprochen lieber Hund. Eigentlich kennt sie keine schlechte Laune. Deshalb begrüßt sie unsere Gäste beim „Kölner Treff“ immer sehr freundlich und das ist oft ein Türöffner für nette Gespräche – auch unter Menschen.

Welche Charaktereigenschaften schätzen Sie an Ihrer Hündin?

Finchen ist einfach süß, wickelt einen um den Finger und hat den schönsten und unschuldigsten Dackelblick, dem man nicht widerstehen kann. Aber sie büchst auch gerne aus, rennt für ihr Leben gern und hört nur, wenn sie will. Dann aber gut!

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Treffen diese Eigenschaften auch auf Sie zu?

Zunächst mal sagen meine Freunde, mein Dackel und ich trügen in unserer Freizeit ähnliche Frisuren, sprich: wirkten beide eher ungekämmt. Ich glaube, wir sind beide nicht wirklich unterwürfig, haben einen eigenen Kopf und haben einen ausgeprägten Hang zum Unsinn. Außerdem ist Finchen ziemlich verfressen – also noch eine Parallele.

Wie sind Sie vorgegangen, um den passenden Hund zu finden?

Nicki, die Vorgängerin von Finchen, wurde 16 Jahre alt. Als ich merkte, dass es mit ihr zu Ende ging, habe ich mir freigenommen und war die letzten Tage nur für sie da. Eigentlich wollte ich anschließend ein Jahr warten und erst dann, nach dem Trauerjahr, einen neuen Hund aussuchen. Aber ich habe es dann doch nicht ohne Dackel ausgehalten, bin bei einer Dackelzüchterin nur mal gucken gegangen, und dann … Finchen! Ein Dackel ist eben pure Lebenslust, er entspannt Menschen und zeigt, was wirklich wichtig ist!

Joggen, Radfahren, Golfen und Yoga – Sie sind sehr aktiv und binden Finchen bei diesen Aktivitäten mit ein. Welche Hobbys hat sie denn eigentlich?

Wenn ich mich aufs Fahrrad setze und Finchen an die Leine nehme, kennt die Begeisterung keine Grenzen. Wenn es ums Rennen geht, wird dieser kleine Hund nie müde.
Ein- bis zweimal in der Woche gehe ich zum Yoga und darf Finchen auch dorthin mitnehmen. Sie hat mittlerweile sogar eine kleine Yoga-Matte und wartet geduldig darauf bis die Stunde vorbei ist. Finchen ist immer mit dabei!

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BETTINA BÖTTINGER

Bettina Böttinger gehört zu den profiliertesten Talkshowmoderatoren des deutschen Fernsehens. 1993 ging die gebürtige Düsseldorferin mit „B. trifft …“ auf Sendung. Es folgten die Shows „Böttinger“ sowie ihre aktuelle Talkshow „Kölner Treff“, mit der sie seit 2006 jeweils freitags im WDR Fernsehen zu erleben ist. Außerdem moderiert sie einmal monatlich die WDR-Gesprächssendung „West ART Talk“ – und führt seit drei Jahren durch die WDR-Reportagereihe „B. sucht“.
Auch hinter den Kulissen ist Bettina Böttinger als Geschäftsführerin ihrer Kölner Produktionsfirma Encanto GmbH aktiv. Zahlreiche TV-Formate hat das Unternehmen seit seiner Gründung 1994 hervorgebracht und produziert, u.a. Tier-Docutainment-Formate, Koch- und Ratgebersendungen sowie Unterhaltungsformate und TV-Formate für Jugendliche.
Ehrenamtlich unterstützt sie unter anderem die Hilfsorganisationen medica mondiale e. V., burundikids e. V. und AIDS-Initiativen in Berlin und Köln. Für ihr hohes Engagement wurde sie mehrfach ausgezeichnet – 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz, 2009 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

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