„Same procedure as every night“

Wie wichtig Rituale sind, wurde mir gestern Abend wieder bewusst.  Seit Anfang der Woche habe ich eine 11jährige Golden Hündin zu Gast.  Am Tage lief alles wie am Schnürchen.  Die Hundedame genoss die neue und für sie offensichtlich spannende Umgebung, freute sich über die vielen Artgenossen in der Nachbarschaft und fühlte sich schnell wie zuhause.  Sie legte sich auf die Lieblings-Liegeplätze meines  Golden Rüden und apportierte sein Spielzeug durch’s Haus – für ihn war das gewöhnungsbedürftig,  für unseren Gast war das offensichtlich das Größte. So weit – so gut.

Gegen 22 Uhr wurde die Hündin dann total unruhig.  Ich also raus mit ihr.  Immer noch unruhig.  Eine Portion Schmusen.  Immer noch unruhig.  Nochmal raus.  Weiterhin unruhig.  Letzter Versuch: Der gute-Nacht-Keks. Und siehe da:  Nachdem sie das Leckerchen verschlungen hatte, wanderte sie ruhig und zufrieden in den Korb meines Rüden – der übrigens ganz Gentleman war und sich kommentarlos neben den Korb legte.

Des Rätsels Lösung war also ein Hundesnack . Ab jetzt weiß ich, wie's geht:  Madame wartet jeden Abend auf ihren Keks – same procedure as every night!

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