Der Folgetrieb des Welpen: So kann er Ihnen helfen

Dieser Erziehungstipp betrifft dieses Mal die Welpenbesitzer unter den Hundefreunden. Wenn Sie diesen Tipp beherzigen, werden Sie später einen erwachsenen Hund haben, der beim Spazierengehen immer auf Sie achten wird.

Nutzen Sie bei einem Welpen unbedingt seinen angeborenen Folgetrieb.  Ein Welpe, der sein Rudel aus den Augen verliert, ist in der freien Natur zum Tode verurteilt. Sie sind für ihren Welpen der Rudelführer und das können Sie wunderbar bei der Erziehung des kleinen Rackers ausnutzen.

So geht es

Suchen Sie jeden Tag mit  dem Welpen einen anderen, für ihn fremden Ort auf und lassen sie ihn dort ohne Leine frei laufen. Natürlich sollte es ein Ort sein, wo kein Strassenverkehr herrscht und wo der Hund ohne Gefahr frei laufen kann.

Sobald Ihr Welpe sich von ihnen entfernt, um die Umgebung zu erkunden, gehen Sie ausnahmslos und  kommentarlos in die entgegengesetzte Richtung.  Sie dürfen auf keinen Fall rufen oder ein Geräusch machen. Ihr Welpe soll lernen, dass er auf sie achten muss, um den Anschluss nicht zu verlieren und nicht umgekehrt.

Nach kurzer Zeit wird der Welpe bemerken, dass Sie nicht mehr in seiner Nähe sind.  Er wird sich umdrehen und aufgeregt in Windeseile zu ihnen kommen, denn Sie sind sein Rudelführer und er wird ihnen überall hin folgen. Sobald er bei Ihnen ankommt, loben sie ihn überschwenglich in den höchsten Tönen und streicheln  ihn. Er soll lernen, dass es toll ist, in ihrer unmittelbaren Nähe zu sein und zu ihnen zu kommen.

Je häufiger Sie dieses Prinzip bei ihren täglichen Spaziergängen einsetzen, desto eher wird sich Ihr Hund angewöhnen, immer auf sie zu achten. Wenn er nun beim nächsten Spaziergang erneut die Umgebung erkundet, werden Sie feststellen, dass er sich nach kurzer Zeit umdreht, um sich zu vergewissern, dass Sie noch in seiner Nähe sind.

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Foto: pixabay.de

So lange funktioniert es

Wer den natürlichen Folgetrieb eines Welpen zwischen der 8. bis 16. Lebenswoche in dieser Art und Weise ausnutzt, wird später einen erwachsenen Hund haben, der erheblich leichter unter Kontrolle zu halten ist als ein Hund der gelernt hat, dass sein Hundeführer sowieso immer hinter ihm herruft und ihn notfalls nach dutzenden erfolglosen Rufen und Pfeifen persönlich am gebuddelten Loch abholt.

Und genau das ist doch leider beim täglichen Spaziergang das übliche Bild: Der Hund bestimmt, wo es lang geht und macht was er will, während die Besitzer verzweifelt hinter dem Hund herrufen und alles mögliche anstellen, damit der Hund zu ihnen zurück kommt..

Wenn es sich irgendwie ermöglichen lässt, lassen Sie den Welpen in den ersten Wochen möglichst oft ohne Leine laufen. Das ist natürlich nur möglich, wenn Sie notfalls jedes Mal mit ihm an einen sicheren Ort fahren.

Fazit

Wenn Sie den natürlichen Folgetrieb des Welpen nutzen, wird es später beim Fussgehen an der Leine viel weniger Schwierigkeiten geben, weil Ihr Hund gelernt hat,  ihnen auch ohne Leine immer zu folgen.

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