Schröders Hundeleben: Erstaunliche Einblicke und Verlosung handsignierter Bücher

Interview Jörg Schröder von Schröders Hundeleben

Viele Hundefans kennen und lieben die witzigen Cartoons, T-Shirts und Fanartikel von Schröders Hundeleben. In diesem Interview gestattet uns Jörg Schröder interessante Einblicke in seine Hundewelt und  klärt uns über die Gemeinsamkeiten mit seiner Labrador-Hündin „Whisky“ auf.

 

Herr Schröder, erzählen Sie unseren Lesern bitte mal, welche Rolle ein schwarzer Labrador namens „Whisky“ für „Schröders Hundeleben“ und  Ihre heutige Tätigkeit als Verfasser witziger Cartoons, Bücher und Geschenkartikel zum Thema Hund gespielt hat? Wie sind Sie auf die Rasse Labrador gekommen und was bedeuten Ihnen Hunde?

Labradorhündinnen sind schon seit den 80ern die Schröderschen Familienhunde. Es war klar, dass ich auch eine haben würde, sobald es die Lebensverhältnisse zulassen. „Whisky“ habe ich dann von einem Züchter in Schottland herübergebracht (zugegeben ein ziemlich gewöhnliches Souvenir für dieses Land). Es war mir vorher nie gelungen, als Zeichner oder Autor länger bei einem Thema zu bleiben, das Problem hatte sich nun von selbst gelöst – auch wenn ich immer noch finde, dass Hunde schwer zu zeichnen sind!

Hunde sind für mich natürlich großartige Persönlichkeiten, aber vor allem auch eine Art zu leben. Man geht bei jedem Wetter raus, fliegt nicht in die Karibik, lernt den Anblick von ein paar Haaren gelassen zu ertragen, beschäftigt sich nicht zu viel mit sich selbst und behält auf diese Weise eine gesunde Einstellung zu den Dingen. Natürlich kann es passieren, es mit manchem auch zu übertreiben und hundlosen Menschen sonderbar zu erscheinen, das sind zum Beispiel dann die Dinge, die ich gern humoristisch verarbeite.

In welchen Punkten ähneln sich „Whisky“ und Jörg Schröder?

Ähnlichkeiten zwischen meinem Hund und mir gibt es, wenn ich darüber nachdenke, wirklich. Ich renne aufgeregt zur Tür, wenn es klingelt, halte mich nach nasskalten Spaziergängen am liebsten in der Nähe des Ofens auf und lasse selten Reste in meinem Napf. Außerdem sind wir beide stubenrein.

Erzählen Sie mal, wie ein „typischer  Arbeitstag“ bei Ihnen abläuft.  Woher kommen Ihre Ideen für neue Cartoons/Produkte und wie lange dauerst es von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt?

Der Tag beginnt – natürlich – immer mit dem Ausführen des Hundes. Zugegeben ist das noch keine Arbeit, ist aber sehr wichtig, um als Hunde-Humorist glaubwürdig und kompetent zu bleiben. Dann kommt das Abrufen der Bestellungen, das Ausliefern und weitere Büroarbeit, je nachdem, was anliegt. Der kreative Teil ist dann stark vermischt mit dem Privatleben.

Am Nachmittag renoviere ich vielleicht irgendwo etwas im Haus, wofür es schon vorgekommen ist, dass ich Samstag nachts um drei über Texten brüte. Und das Zeichnen ist sowieso kein zeitlich planbarer Prozess. Ich kann mich manchmal festbeißen und stundenlang nur sinnlos radieren, wo eine Tasse Tee zwischendurch Wunder gewirkt hätte.

Die Ideen kommen zwischendurch, unter der Dusche oder unterwegs. Der Großteil davon hat tatsächlich irgendwo etwas mit eigenem Erleben zu tun, wobei die Komik immer noch sorgfältig herausgekitzelt oder konstruiert werden muss. Meistens schlummern die Ideen monatelang auf Notizzetteln und gelangen erst dann zur endgültigen Umsetzung, wenn der Drucktermin unerbittlich naht.

In Ihren Büchern und Cartoons beleuchten Sie auf sehr humorvolle Art und Weise die ganz besondere Beziehung zwischen Menschen und ihren Hunden. So mancher Hundehalter wird sich darin wiedererkennen, wenn ich an so T-Shirts wie „Boss“, „Bekennender Hundefreund“ oder „Meiner wars nicht“ denke. Wie müssen unsere Leser sich den Hundehalter Jörg Schröder vorstellen? Sind Sie ein potentieller Kandidat für einen Besuch des Hundetrainers Martin Rütter oder würden Sie Ihren Hund als wohlerzogen und gehorsam bezeichnen? Darf Ihr Hund aufs Sofa oder sogar ins Bett? Zieht er an der Leine?

Mein Hund ist nicht bis ins Letzte durcherzogen. Das Zusammenleben hat uns aber zu einem gut eingespielten Team gemacht. Diese Beschreibung gefällt mir auch besser, als von Gehorsam zu reden. Martin Rütter hat aber auch mir schon weitergeholfen, Hunde besser zu verstehen. Ins Bett oder aufs Sofa darf er nicht – er würde nicht verstehen, wenn er es während des unglaublichen Labrador-Haarwechsels plötzlich nicht mehr darf. Und: Ja, er zieht an der Leine!

Welche Hobbies oder Leidenschaften gibt es neben Hund und Beruf noch in Ihrem Leben?

Hobby und Leidenschaft sind Musik und mein 16 Monate alter Sohn. Ein weiteres Hobby ist geplant, ich möchte es nämlich meinem Buchhelden Henning Wiese („Der Gassimann“) gleichtun und zu Fuß die verborgenen Winkel Ostfrieslands erkunden – getreu dem Motto „Hund unterwegs“.

Als Hundehalter haben Sie doch bestimmt auch einen Ausflugstipp für alle Hundehalter, die mal Ihrer Heimat Ostfriesland einen Besuch abstatten möchten!

Bisher kann ich als wirklich guten Ausflugstipp nur geben: Gleich weiter auf die Inseln und dort an den Hundestrand!

Auf welche neuen Ideen und Projekte aus Ihrem Verlag können sich unsere Leser schon freuen?

Gerade arbeite ich an einem neuen Taschenbuch: „Welpes Menschenbüchlein“. Es soll den Welpen auf die komplizierte und höchst seltsame Menschenwelt vorbereiten und wird im Frühjahr erscheinen. Als nächstes Buch ist dann eine Fortsetzung des „Gassimanns“ geplant. Außerdem wird es auch in Kürze wieder ein oder zwei neue T-Shirts geben und natürlich zum Herbst den jährlichen Kalender.

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften eines guten Cartoonisten und welchen Insider-Tipp können Sie angehenden Autoren/Cartoonisten geben?

Das ist schwer zu beantworten, weil Zeichner und Autoren meist Individualisten sind mit ganz eigenen Arbeitsweisen und Werdegängen. Von bestimmten notwendigen Eigenschaften kann man wahrscheinlich gar nicht reden, worauf es ankommt ist, dass das Ergebnis irgendwelche Menschen auf dieser Welt zum Schmunzeln bringt.

Hilfreich ist es auf jeden Fall, dem eigenen Werk immer zunächst einmal gründlich zu misstrauen. Ebenfalls ein guter Tipp ist es sicher, nicht zu viel links und rechts zu schauen, sich nicht hineinreden zu lassen und dem eigenen Stil die Chance zu geben, sich zu entwickeln.

Und dann: Durchhalten und weitermachen, auch wenn zunächst niemand etwas von dem wissen will, was man produziert.

Und als ganz heißen Insider-Tipp würde ich diesen geben: Versucht es mit Katzen – in dem Bereich gibt es noch kaum Konkurrenz!

Herr Schröder, herzlichen Dank für dieses Interview und die drei von Ihnen signierten Bücher, die wir unter den Abonnenten unseres Newsletters im Laufe der Woche verlosen werden. Wer den Newsletter mit den neusten Infos zum Thema Hund, Outdoor und Freizeit inklusive vieler Spezial-Rabatte nur für Abonnenten noch nicht bekommt:  hier könnt Ihr Euch eintragen.

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Kommentare

  1. E. Henriksen meint:

    Das Interview macht Lust auf Mehr 

  2. Anja Prins meint:

    Die Mischung aus Ernst und Humor im Zusammenleben von Hund und Mensch, wobei der Humor überwiegt, das ist es.

  3. K. Koch meint:

    Für einen HUndebesitzer liest man in dem Interview viele Aussagen, die man selbst so geben würde. Gut zu wissen, daß die Erziehung auch bei anderen da endet, wo das Zusammenleben funktioniert :). Das sind häufig auch die entspanntesten Beziehungen.
    Und daraus läßt sich mit Sicherheit die ein oder andere humorvolle Situation erleben und beschreiben.

    • Ja irgendwie beruhigend diese Erkenntnis 🙂 Man müßte so gut zeichnen können wie Jörg Schröder, dann könnte ich viele viele Cartoons aus unserem eigenen Hundeleben anfertigen 🙂

  4. und man wird mal wieder auf nette humorvolle Art auf die kleinen Eigenarten des Zusammenleben mit unseren Hunden erinnert.

    • Ja das stimmt, im ein oder anderen Cartoon entdeckt man doch glatt Ähnlichkeiten zum eigenen Hund 😉
      Ich frage hier mal ganz allgemein an alle Leser, welche Marotten/Eigenarten Eure Hunde haben? Bin gespannt auf Eure Antworten 🙂

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