Suzuki SX 4 S-Cross – Wenn Hunde Autos testen Teil 2

Autotest Suzuki„Hailey, nun komm!“ Die Australian Shepherd Hündin will auch nach gut 200 Kilometern mal wieder nicht aussteigen. Ich bin überrascht: Der Suzuki SX 4 S-Cross ist offenbar ein völlig unterschätztes Fahrzeug.

Draußen sind es über 30 Grad, als die beiden Hunde und ich in unserem Feriendomizil in der Eifel ankommen. Im Innenraum des Mini-Crossovers ist es trotzdem angenehm kühl. Kleinspitz Samy ist besonders empfindlich, was hohe Temperaturen und Sonneneinstrahlung im Auto angeht. Auf der Rückbank des SX 4 hat er damit keine Probleme, denn die Privacy-Verglasung bietet einen guten Schutz. Zum Glück sind nicht nur die Seitenscheiben getönt, auch die Heckscheibe lässt kaum Sonnenstrahlen durch, so dass Hailey auch dann noch im Schatten sitzt, als ich die Kofferraum klappe offen lasse, um das Gepäck in die Ferienwohnung zu bringen.

Ich muss gestehen, dass mich der Suzuki SX 4 S-Cross überrascht hat. Zwar ist der Autobauer seit Jahren vor allem für seine kleinen Allrad-Fahrzeuge bekannt, doch der S-Cross ist eine Art Vorzeigemodell. Unser Testwagen ist ein S-Cross Comfort Plus (Preis: knapp 30.000 Euro) 1.6-DDiS-Turbodiesel und mit allem ausgestattet, was ein modernes Auto komfortabel macht: Multifunktionslenkrad, Ledersitze, Rückfahrkamera, Parksensoren, Panorama-Glasschiebehubdach, 6-Gang-Schaltgetriebe und vielem mehr.

Der Schlüssel kann getrost in der Tasche bleiben, denn dieser Fünf-Sitzer verfügt über ein Keyless-Go, was besonders bei viel Gepäck – wie in unserem Fall – praktisch ist. Im Gegensatz zu so manchem Fahrzeug aus der Premium-Klasse muss nicht zwangsläufig der Türgriff betätigt werden, um das Auto zu verriegeln. Einmal den Knopf an der Heckklappe drücken und schon sind die Türen geschlossen.

Der S-Cross ist nicht nur praktisch, sondern auch intuitiv bedienbar. Auch ohne in der Fahrzeuganleitung zu lesen, sind Radio, Bluetooth und Navi problemlos einstellbar. Die Funktionen des Touchdisplays sind übersichtlich und lenken nicht vom Verkehrsgeschehen ab.

Hund auf Rücksitzbank

Das kommt letzten Endes natürlich auch dem Hund zugute, der sowohl bequem auf der Rückbank des Viersitzers mitfahren kann, als auch im Kofferraum. Letzterer verfügt nämlich über geräumige 430 Liter (bei umgeklappter Rücksitzbank 875 Liter), einem Taschenhalter und zwei Fächern, in denen kleine Einkäufe verstaut werden können, ohne dass sie dem Vierbeiner um die Ohren fliegen.

Ebenfalls erstaunlich: Obwohl der Diesel es gerade mal auf 120 PS bringt, geht der kleine SUV ab wie Schmidts Katze. Laut Hersteller sind bei 180 km/ h Schluss, die schafft der SX 4 allerdings ohne sich groß anzustrengen!

Einziges Manko des Crossover: Der Diesel ist ziemlich laut, aber das ist – angesichts der Technik und der Praktikabilität wirklich zu verschmerzen.

Mein Tipp: Wer keine 30.000 Euro für den voll ausgestatteten S-Cross ausgeben möchte, kann auch auf den S-Cross „limited“ zurückgreifen, der mit knapp 25.000 Euro um einiges günstiger ist, aber die gleiche Ausstattung hat! Hier mehr Infos >>

Minuspunkte:

  • ziemlich laut
  • viel Plastik im Innenraum
  • hoher Anschaffungspreis

Pluspunkte:

  • Top-Hundeauto dank breiter, komfortabler Rückbank und geräumigem Kofferraum
  • Privacy-Verglasung
  • niedriger Verbrauch (6 Liter Diesel im Durchschnitt)
  • hoher Sitzkomfort
  • intuitiv bedienbar
  • Keyless-Go: Fahrzeug sogar über Knopf an der Heckklappe abschließbar
  • Allgrip: Allrad-Antrieb zuschaltbar

Suzuki S Cross

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