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Fiete reiste jüngst zu Pfingsten… (Tag 1 + Tag 2)

und die Berge war´n sein Ziel. Beinah verlor er die gute Laune janz plötzlich im Jewühl. Klitschnass und hundemüde hat er nach ihr jespürt, und am Ende hat sich Fiete wieder prächtig amüsiert! Und am Ende hat sich Fiete wieder prächtig amüsiert!

Tag 1

Schrrrrrrrrääääääng.. Häää? Wie, wat, wer, warum?! 5:15 Uhr –und der Wecker terrorisiert meine empfindlichen Jehörgänge. Ick kann gar nich so schnell wach werden, wie meene Olle noch schnell irgendwelche Klamotten in ihren Rucksack stopft, Frühstück für uns beede kredenzt und raus. Hallooo, ha ick wat verpasst? Sind wir auf der Flucht? Wenn ja, vor wem? Und warum haste mir die neue PetCam ans Halsband gefriemelt? Hat „Kotzkatze“ uns etwa die Gatto Nostra, die Miezen-Mafia, auf den Hals gehetzt? Soll ick Beweismaterial drehen?? Hömma, chen, jaaaanz ruhig, ja?! Ick plauder ma ´n Ründchen mit der Terror-Schnurre… und dann mache ich ihr „ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann“.. *chrchrchr*. Für Gerechtigkeit musste zu Don Fiete!

6:20 Uhr – wir stürmen in den Berliner Bahnhof Südkreuz. Mooment…Zug, Wecker, Rucksack und mein blödes fiete-pfingstreise-tag1-gehtlos.jpg„Reisegefängnis“ auch an der Frau… langsam dämmert´s: WIR FAHREN ZU „BERG-SINDY“! Haaach, dit wird schööööööön. *seufz* Ick bin bereit! Wo steht meine Eisen-Kutsche?

6:38 Uhr. Da isse. Steht „ICE“ druff, is aba keener. Schummelpackung! Na, mir egal, Hauptsache: nicht verpasst (meine Vorstandsvorsitzende hat mir schon anjesteckt mit ihre Verpasseritis-Angst). Und hinein unter die billigen Plätze. Taschenarrest kannste ma knicken, Verehrteste, und wenn´s zehnmal Vorschrift ist. Wo kein Kläger… weeste doch. ABFAAAHN!

Als der Schaffner dat Ticket meener Ollen kontrolliert, werde ich entdeckt. Mist – denn nur in Tasche muss meinereiner kein Ticket löhnen. Doch Herr Bahn unterbreitet einen Deal (bestimmt Sizilianer.. *chrchrchr*): Wenn ick ihn nich beiße, muss ick nich ins Jefängnis und darf trotzdem ohne Ticket weiter mitfahren. Der hat´s drauf. „Geld ist eine Waffe. Politik ist, zu wissen, wann man abdrückt.“ Also icke VERdrücke mir wieder unter die Sitzbank und meine Chefin bedauert noch ein bisschen den armen Hundefreund, der erst neulich „auf Arbeit“ gebissen wurde und danach sechs Wochen krankgeschrieben war.. Ich tu nix, versprochen! fiete-pfingstreise-schnarch.jpgIck lieg hier einfach nur rum und verschöner´ das Abteil. Und höre den Rädern beim Rattern zu… ratter-ratter-ratter-kalong-ratter-ratter-kalong-ratter-ratter-ratter… schnarrrrrrrrch

Ding-dooong:„Soeben erreichten wir München- Hauptbahnhof…“

Wie, was, schon da? Oh, ja, gut, dit passt. Ick glaube, mein Morgenschlürf will raus. Ist ja auch schon 13:00 Uhr.

Unser Abholservice ist pünktlich zur Stelle, dann also fix die Beene inne Pfote, Dames und Herres, der kleine Sheltie hat dringend etwas Geschäftliches zu erledigen und „er bittet kein zweites Mal um einen Gefallen, wenn man ihm den ersten verweigert.“

Jelöst führt uns „Abholservice-Freund“, kurz AF, durch die Münchner Innenstadt. Wat vernehmen meine empfindlichen Lauschläppchen da? fiete-pfingstreise-tag1-jodeln-auf-dem-marienplatz.jpgMusike aus ´ner Quetschkommode! Den Song kenn ick, da träller ick doch ma ´ne Runde mit: „Wiiiiifff-jiff-jiff-joooooooodeldidöööödidiiii“. Und schon hamse mir umringt, dit isset jewesen mit meinem Inkognito. Pfoto hier, Pfoto da. Aber Pfotogramme heute keine, bitte. Ick bin auf Urlaub – ick muss mir entspannen!
Apropos entspannen: Entspannt ha ick noch flugs ein kleines Andenken in der Fußgängerzone abgelegt. Ich muss sagen, war ´ne ordentliche Leistung. Meene Olle war allerdings völlig anderer Meinung und hat mein feines Kunstwerk leider im nächsten Eimer der Stadtreinigung versenkt. Nie kann man es ihr Recht machen! „In Sizilien sind Frauen gefährlicher als Schießeisen“, aber meine Madame is auch nich ohne, sach ick Euch..

Nun hat AF auch mal ´ne jute Idee. Wir wollen in den Flaucher Biergarten. Garten is jut – der Rest is mir schnuppe. Also die Kamera neu justiert, meine wilde Mähne zur Seite geklippst und die Linse poliert. Kamermann Fiete on tour. Klappe, die, äh, ja, die wievielte eigentlich? Egal. Bin ick Anfänger, kann ick ooch ma wat verjessen. Dit muss meine Assistentin mitschreiben. Lass ma losgehen jetze, bevor ick mir langweile!
Unterwegs gibt´s nochmal Stress, als icke mit die Flattermänner an und im Wasser um die Wette rennen will. (Hihi, neues Jagespiel von Ichsemichse – zum Leidwesen von Leinenhalterin, meinige..) fiete-pfingstreise-tag1-isarbruecke.jpgUnd wieso eigentlich „Isar“, sonst heißt das laufende Wasser doch „Spree“?! Können wa uns vielleicht ma entscheiden – ick bin ein Canide, ick kann mir höchstens 250 Vokabeln merken, also, bitte, ja?!

Im Biergarten angekommen, ordern meine Begleit- Zweibeiner „an Russ“ und „a Brezn“ – Weißbier mit Limo und ´ne Brezel. Schon wieder andere Namen für die selben Sachen. Was solln das werden? Vokabeltraining für den aufgeweckten Hütehund? „Jemanden lieben, heißt, als Einziger ein Wunder begreifen, das für alle anderen unsichtbar bleibt.“

Ick will mir ja nich uffregen, da steht auf einmal ´n Yorkie vor mir und plustert sich uff. Er wäre hier der Chef, blafft er mich an. Er? Denkste, Puppe! Keene Pistole unterm Bauch. Süße Göre, aber ´n Benehmen wie ´n Kiez-Schläger. Na, Du kommst mir gerade recht, Gullyflutscher, ick werde Dir… Tja, nüscht war´s mit ´nem feinem Pläuschken, mei Oide hat keinen Bock auf pöbelnde Hunde und deshalb ruft sie den Besitzern zu, sie mögen ihren Nervfussel (hatse nich jesagt, aber ick kenne ihr und ick kann ihre Gedanken lesen… *chrchrchr*), also, sie mögen ihren kleinen Liebling mal bitte zurück rufen. „Diva“ lässt sich gefühlte 100 Mal bitten, bevor sie die 20 Meter zu den Ihrigen zurückschlendert.

Nu is a Ruh`? Mitnichten. Jetzt is meine Regierung auch noch stinkig wegen ihrem Lecker. „Bockhart“ wäre die Brezn.
Selbst Schuld, hätte sie mir man das Teil gegeben, ich hab eh die besseren Zähne. Vielleicht hätte ich vorgekaut und ihr was übrig gelassen. Aber das wollte sie ja wieder nicht. Na, denn eben nich. Das Unterhaltungsprogramm war sowieso gerade spannender:

Ein Chihuahua aus Yorkie- Divas Familien-Kombi „zwei Zweibeiner + vier Vierbeiner“ erkundete den Biergarten. Ohne Aufsicht und Leine versteht sich. Gerade eben noch in den Biergarten gestrullt… und weg isser. Seine Olle ist nach ihm rufend im Biergarten herumgelaufen, dann zwei Mal um das Haus herum, doch der Strull- Mexikano war nicht aufzufinden. Nicht nur AF und mei Oide haben sich amüsiert… und Letztere überkam gleich ein warmes, wohliges Gefühl der Genugtuung, denn sie ist rigoros der Meinung: Wer seinen Hund nicht anleint oder so erzogen hat, dass er auf Abruf reagiert, der hat selbst Schuld, wenn Unsereiner seine eigenen Wege geht. Außerdem sind Chihuahuas ja gerade mächtig in Mode, und in Berlin ist auch schon der ein oder andere, vor dem Supermarkt angebundene Hund abhanden gekommen.
Strullerzwerg allerdings ist nach zehn Minuten Erkundungstour durch den Flaucher Biergarten wieder aufgetaucht.  Darüber war dann auch meine Madame recht froh, denn erstens hörte nun das Namenskrakeele auf und zweitens verflüchtigten sich ihre Befürchtungen, dass der kleene Zausel am Ende nur irgendwo auf eine Gelegenheit lauert, um mit mir rumzustressen.

Und weil „Fiete nämlich todmüde“ war, durfte ich abends nicht mehr mit in einen anderen Biergarten, wo sich mei Oide und unsere Freundin „Asylgeberin“ nochmal an Brezn und Russ versucht haben. Sollen viel besser geschmeckt haben. Im Hirschgarten. OHNE MICH! Mies-mies-mies! „Ich weiß, dass Du es warst, Frauchen, und es bricht mir das Herz! Hörst Du? Es bricht mir das Herz.“ Aber ick wurde vermisst – von meinen Fäns, den Kumpelinen von meener Ollen. Na, immerhin.

Tag 2

Dafür hatte icke denn ooch nich so ´ne Probleme mit dem Wachwerden wie meine Olle, als wir am nächsten Morgen um 4:45 Uhr (!!) aufstehen mussten, um die Bahn nach Berchtesgaden nicht zu verpassen.. . Pünktlich um 8:54 Uhr kamen wir dort an und wurden zehn Minuten später vom Hüttenwirt eingesammelt und per Auto (mit Ausnahmegenehmigung) über die Schotterpiste zur Hütte expediert. Eigentlich wollten wir das Gries ja hoch laufen, aber „Sindy“-Herrchen und –Frauchen brauchten die Hilfe von meiner Chefin eher. Vui Oabeit.
Um kurz vor 10 Uhr oben angekommen, bin ich sofort aus der Schüttelkutsche gehopst und musste erstmal ausgiebig meine liebste Bergfexin, mei Zuggaschneggal, meene „Sindy“ begrüßen.
Den Rest des Tages ha ick mir entspannt, derweil mei Oide am Schuften war.
Morgen muss sie erst mittags anfangen zu arbeiten. Dann geht´s in der Früh in den Berg! I g´frei mi!!!

… und am Ende kam das Grauen..

Lest demnächst weiter, wie es mir die drei letzen Tage unseres Bergabenteuers ergangen ist..

Euer Fiete,
Hauptstadtrocker

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