hundenamen-hund-unterwegs-2.jpg

Hundenamen von A bis Z – Wer die Wahl hat…

Namen sind Schall und Rauch? Vonwegen! Der züchterischen Fantasie für die Namensgebung sind Grenzen durch das so genannte Zwinger-ABC gesetzt, wonach die Würfe in alphabetischer Reihenfolge zu benennen sind; der Hundehalter muss sich an gar nichts halten. Oder doch?

Wer ruft seinen Hund schon „Silver Shadow vom Hintertupfinger Bärenwald“ oder „Living Things Greatest Easy Lover of the Universe“ oder „Best Furry Friends Midnight Angel“? Wer will seinen kleinen knuffigen Welpen mit einem „Ernst-August Paraplü von der Welfengrube“ oder einem „Madame Pompadour de Bonne Chance sans Culottes“ verbal erschlagen? Und „Tyson-Nein runter vom Sofa“ ist zwar durchaus Realität, aber auf Dauer keine wirklich gelungene Anrede, auch nicht für einen Erziehungs-multi-resistenten Querkopf. Hunde haben schließlich auch Gefühle – jawohl!

Nomen est omen!

Obwohl mancher Züchter ein bisschen angezickt reagiert, weil seine mühevoll kreierte Namensschöpfung nicht mal als abgekürzter Kosename zum Einsatz kommt, tauft der Neu-Hundebesitzer seinen Fellzwerg um: „Rocky“, „Fiete“, „Hektor“ und „Mimi“ lauten dann die zumeist zweisilbigen Rufnamen, auf die sich das Umfeld des neuen Familienzuwachses einigen konnte. Ein Name, der gut überlegt sein will, denn schließlich soll er ja zu Wesen, Aussehen und Charakter der Fellnase passen – ein ganzes Hundeleben lang.
Mitunter sollte auch der „Einsatz“ des Vierbeiners berücksichtigt werden. Ein Polizeihund, den der Hundeführer mit „Puschi“ anruft, wird wohl kaum den gewünschten Abschreckungseffekt erzielen… und Totlachen ist nunmal keine Option beim Festsetzen böser Buben. Selbiges gilt natürlich für den jagdlich geführten Hund: „Schluff“ wird man von vornherein weniger zutrauen, als „Harro“, „Zora“ oder „Pepper“.

Oh, wie verräterisch..

Von „Charly“ (wie der berühmte Mr. Chaplin, abgeleitet von „Charles, der Freie“) über „Lucky“ (der vom Glück Begünstigte) und „Daisy“ (das Gänseblümchen) oder „Max“ (der Große) bis hin zu „Schröder“ oder „Helmut“ ist alles dabei, was dem Zweibeiner gefällt und seiner Meinung nach für den eigenen Caniden passend ist. Auch hier spielt die Fantasie eine wesentliche Rolle – mal mehr, mal weniger.
Ein „gefundenes Fressen“ für Hobbypsychologen, denn die Wahl des Hundenamens sagt tatsächlich eine Menge über den Hundehalter aus. Wer beispielsweise seinen Bernhardiner „Whisky“, seinen spanischen Fundhund „Perro“, seine vierbeinige Segelbegleitung „Bootsmann“ und seinen Bullterrier „Schwein“ ruft, darf getrost als humoriger Zeitgenosse eingestuft werden. Und über Humor lässt sich ja bekannter Maßen ebenso wenig (oder so gut) streiten wie über Geschmack.

Trend-Setter?

Lustiger Weise, ähnlich wie bei Kindernamen, gibt es regelrechte Namenstrends auch bei der Vergabe von Hundenamen, und regelmäßg werden die TOP TEN gekürt – von unterschiedlichen Quellen. Zuverlässigsten Aufschluss geben die Datenbanken von Registrierungsdienstleistern wie TASSO e.V., die auch wir zu Rate gezogen haben, um die Trendentwicklung darzustellen:
Wo früher „Rex“, „Hasso“, „Astor“, „Hexe“ und „Bienchen“ das Feld anführten, tummeln sich nun „Sam“, „Luna“ , „Paul“ und „Lilly“.

 Hundenamen-tasso-rank-hundunterwegs.jpgQuelle: tasso.net

 Und schon ist er da, der Fellzwerg, und will liebevoll aufgenommen werden..

One thought on “Hundenamen von A bis Z – Wer die Wahl hat…”

  1. Super Artikel! Ich bin bei dem Thema Hundenamen total interessiert… jedoch habe ich noch nie die Hundenamen von 1992 und 1982 gefunden. Großartige Information!

    LG
    Ines

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.