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Wenn der Frühling auf sich warten lässt – Hundeurlaub mit allen Eventualitäten

Da hat man extra das Reisedatum so gelegt, dass die regulären Osterferien vorbei sind, der Zielort samt Umgebung mit „Nebensaison“- Angeboten lockt, die Spritpreise auf Vor-Ostern- Niveau zurück gegangen sind und – man hat es sich so schön ausgemalt – lange Spaziergänge in warmer Frühlingssonne durch erblühende Wiesen und Wälder oder am menschenleeren Sandstrand entlang den Energietank mit dringend benötigter Gute Laune nach dem endlos scheinenden Wintergrau wieder aufladen. Und nun das:

„Schnee noch bis kurz vor Pfingsten“ – eine Zeitungsmeldung, die selbst dem routiniertesten Zweibeiner in Sachen „Urlaub mit Hund“ den Schweiß auf die Stirn treibt. Nicht, dass man das Kleidungsproblem nicht lösen könnte. Zwiebellook ist angesagt. Aber was und wie wo einpacken, damit auch der Vierbeiner bestens ausgestattet ist? Es hilft nichts. Alles muss mit. Vom Wintermantel bis zur Schwimmweste – die komplette 4-Jahreszeiten-Ausrüstung.

Der Optimist erkennt noch vor Reiseantritt einen winzigen Vorteil bei der Routenplanung: Dank des weniger warmen Reisewetters müssen nicht so viele Pausen eingelegt werden. Ein Stopp alle zwei Stunden ist ausreichend. Wichtig bei jedem Halt: Die Fahrzeugtür erst öffnen, wenn die vierbeinigen Reisebegleiter angeleint sind und nicht mit freudigem Juchhee im Galoppsprung davon stürmen können. Bei größeren Gassirunden kommt auch für den Fellkumpan der Hundemantel zum Einsatz, damit der doch noch große Temperaturunterschied zwischen Auto-Innenraum und Outdoor nicht eine gesundheitsbeeinträchtigende Auskühlung zur Folge hat. Nach dem Lösen gibt es eine Runde Wasser aus dem praktischen Falt-Reisenapf, der sich ebenso schnell wieder verstauen lässt, wie er sich aufbauen ließ und auch als Futternapf dienen kann. Wer etwas mehr Stauraum zur Verfügung hat, nimmt gleich die praktische Reise-Trinkflasche mit, die ebenso in jeden Wanderrucksack passt (wahlweise in den Hunde-Rucksack).

Rücksichtsvoller Fahrer – gute Reise

Natürlich wird auch der Fahrstil den Befindlichkeiten aller Mitreisenden angepasst: Keine abrupten Brems- und Beschleunigungsmanöver, möglichst sanfte Spurwechsel, kein Kurven- Schleuderkurs.
Die Fenster bleiben während der Fahrt geschlossen (ist sowieso zu kalt) und die Einstellungen der Klimaanlage oszillieren nicht über die Gesamtbreite aller möglichen klimatischen Variablen. (Es gibt da so einige „Spezialisten“, die das Wageninnere gern erst einmal auf Saunatemperatur hochfahren. Wenige Kilometer später glüht der Hintern – dank suboptimal eingestellter Sitzheizung, dem vierbeinigen Freund hängt die Zunge bis auf die Vorderpfoten und die Fensterscheiben beschlagen. Kurz vorm Hitzschlag leitet der Fahrer drastische Gegenmaßnahmen ein: Aircondition auf „Freeze“ und schlagartig alle Fenster herunter gelassen. Eiskalte Zugluft bis in den letzten Fahrzeugwinkel sorgt blitzschnell für satte Minusgrade und leitet den nächsten Saunagang ein. Am Urlaubsort angekommen, ist es höchste Zeit, sich ein paar Tage ins Bett zu legen, um die fette Erkältung auszukurieren. Zwischendurch ein paar Mal beim nächsten Tierarzt reingeschaut, um die Augen- und Ohrenentzündung der Fellschnauze behandeln zu lassen.)

Damit der Hund, dessen Gleichgewichtsorgan nicht für den Ausgleich von fremd erzeugten Bewegungen ausgelegt ist, seinen gesamten Mageninhalt bei sich behält, füttert der kluge Hundereise-Veranstalter seinen vierbeinigen Urlaubspartner nicht unmittelbar vor Reiseantritt. Zwei Stunden sollten mindestens zwischen der letzten Futteraufnahme und dem Fahrtbeginn liegen.

Safety first

Einige Fellnasen schauen gern aus dem Fenster, andere ziehen es vor, möglichst flach und tief unten im Fahrzeugraum zu liegen. Am sichersten reist der Vierbeiner in einer extra im Kofferraum installierten Käfigbox. In kleineren Fahrzeugen bietet meist nur die Rücksitzbank den entsprechenden Platz. Eine abwaschbare Schutzdecke, die von den Kopfstützen des Fonds über die Kopfstützen der vorderen Sitze und zwischen diesen gespannt wird, schützt sowohl die Sitzbezüge wie auch den Hund, der natürlich außerdem mit einem passenden Reisegeschirr und einer entsprechenden Gurt-Befestigung gesichert ist.

Alles muss mit

Sowohl für die Rücksitzbank als auch für den Kofferraum eignen sich außerdem pflegeleichte und gemütliche Unterlagen, die nicht nur den Reisekomfort für die Fellnase erhöhen, sondern am Zielort auch als Hundebett und gleichzeitige Schmutzfangmatte dienen können. „Multifunktionalität“ lautet also die Zauberformel, nach der die Packliste für den (eigentlich nicht geplanten, aber wetterbedingt einzuschätzenden) Ganzjahres-Urlaub anzugehen ist. Vom Pflege- und Reinigungsset für Fell und Pfoten über die Dummytasche, die auch als Handy-, Karten- und Snacktasche für Zweibeiner zweckentfremdet werden kann, bis hin zu Hundespielzeug, Reiseapotheke für Mensch mit Hund und Urlaubs-Futter muss alles sorgsam zusammen gestellt und sicher verstaut werden.

Wie das prima klappen kann, sehen Sie hier. Film ab!

Wer ins Ausland reist, hat sich vorher über die Einreisebestimmungen und die Hundegesetze (Leinen- und Maulkorbpflicht etc.) informiert.

Der Impfausweis ist dabei? Die Chipnummer an sicherer Stelle notiert? Der Vierbeiner zusätzlich an Halsband oder Geschirr mit (Halter-)Namen und internationaler Rufnummer gekennzeichnet? Die Tierhalter-Haftpflichtversicherung ist auf  „Auslandstauglichkeit“ überprüft? Alle Jacken- und Hosentaschen mit Kotbeuteln bestückt?

Dann kann´s ja los gehen!

Eine praktische Hundeurlaub-Packliste  ist hier zu finden.

 

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