Mittelmeer-Check: Machen Hunde aus dem Ausland unsere Vierbeiner krank?

Mit Mitleid lässt sich gut Geld verdienen. Mit den Folgen auch. Seit einigen Jahren entscheiden sich immer mehr Tierliebhaber für einen Hund aus dem Ausland. Tierärzte, Hundeschulen, unseriöse Tierschutzorganisationen und die betreffenden Länder profitieren vom Wirtschaftsfaktor Auslandshund. Doch die Kritik am Import der Tiere nimmt zu. Aus gutem Grund.

„Die Zustände im Ausland sind die Hölle“, berichtet Tierschützerin Sylvia J., „Hunde werden in den betreffenden Ländern getötet. Mit Schaufeln, Mistgabeln, Frostschutzmittel, absichtlich überfahren, lebend gehäutet, angezündet. In den Tierheimen wird oft nicht gefüttert. Weißt du, wie diese Hunde stinken, wenn sie gezwungen werden in Minikäfigen im eigenen Dreck zu liegen? Man kann nicht alle Hunde holen, aber jeder, der es schafft, ist es wert.“ Es stimmt: In Ost- und Südeuropa, aber auch in Nordafrika werden streunende Hunde eingefangen und im Auftrag der Behörden in Tötungsstationen untergebracht. Die Zeit arbeitet gegen sie, wer nicht innerhalb einer bestimmten Frist vermittelt wird, stirbt. Egal, wie menschenfreundlich, gesund, jung oder niedlich das Tier ist.

Doch auch in Deutschland sind die Tierheime voll mit „Wegwerftieren“, die sich nach einem neuen Herrchen oder Frauchen sehnen, argumentieren Kritiker. Trotzdem hätte sich Opa Karl-Heinz wohl ohnehin nicht für den bissigen Schäferhund aus dem Heim entschieden. Was also ist schlimm daran, wenn Tierschutzorganisationen kleine, unproblematische Hunde nach Deutschland bringen?

Save the dogs

„Immerhin wird so manches Tierheim durch die größere Auswahl an Insassen sogar aufgewertet“, findet Claudia Ludwig, die Moderatorin setzt sich seit Jahrzehnten für Hunde aus dem Ausland ein. „Und dann findet vielleicht auch der bissige Schäferhund noch den richtigen Besitzer.“ Trotzdem mangelt es an Aufklärung. Gerade wenn es um Hunde aus dem Ausland geht.

Straßenhunde in Rumänien: Scheu oder sogar aggressiv

Andere Länder, andere Sitten. Vor allem Hunde aus Osteuropa werden vielfach als Wach- und Kettenhunde gehalten. Soziale Kontakte mit Artgenossen kennen sie nicht. Während in Teilen Polens Hunde auf dem Feld stehen, mit einer Kette an einem Pfahl befestigt, und wochenlang Wildschweine von der Ernte fernhalten sollten, werden in Spanien Vierbeiner von Jägern entsorgt, wenn sie sich als jagduntauglich erweisen.
Hunde gelten in vielen Regionen der Welt als Nutztiere oder sind einfach nur lästig, weil sie auf der Straße leben, sich schnell vermehren und Essen klauen. Die Tiere haben gelernt: Wer dem Menschen vertraut, hat verloren. Zum Beispiel in Rumänien. Regelmäßig rücken Hundefänger aus und fangen genau jene Hunde ein, die zutraulich sind und damit leicht zu fangen. Das Problem: Diejenigen, die fliehen oder sich aggressiv gegenüber Menschen zeigen, entkommen. Eine solche Selektion führt dazu, dass die überlebenden Hunde nicht vermittelbar sind.

Nicht jeder Streuner will gerettet werden

In Südeuropa ist die Situation umgekehrt: Viele Touristen in Ländern wie Spanien und Portugal haben Mitleid mit den Streunern, beschäftigen sich mit ihnen, streicheln und füttern sie. Die Hunde haben gelernt, dass sie vom Menschen profitieren, wenn sie sich zutraulich zeigen. Das ist der Grund, warum gerade diese so beliebt hierzulande sind. Das bedeutet aber nicht in jedem Fall, dass diese Tiere auch „gerettet“ werden und vom Strand ins urbanisierte Deutschland geflogen werden wollen. Aber es stellt sich noch eine ganz andere Frage: Wie steht es eigentlich um die Gesundheit der Straßenhunde?

Streuner am Strand

Man muss kein Experte sein, um sich vorstellen zu können, dass Tiere, die in freier Wildbahn leben, die ein oder andere Erkrankung in sich tragen. Der zunehmende Hundetourismus, der Import von Hunden aus Tierheimen und Auffangstationen aus dem mediterranen Raum hat in den letzten Jahren zu einer Ausbreitung von Krankheiten beigetragen.

Hunde aus Südeuropa: Krank trotz „Mittelmeer-Check“

Zu nennen ist hierbei vor allem die Leishmaniose als eine der Hauptimporterkrankungen. Sie führt zu irreparablen Schäden lebenswichtiger Organe. Ihr Auftreten ist eng an den Lebensraum der Sandmücke geknüpft: Portugal, Spanien, Lateinamerika, Frankreich, Italien, ehemals Jugoslawien, Griechenland, Malta, Türkei, Israel, Marokko, Algerien oder auch Ägypten.
Durch den großen Anteil der Streuner, vor allem in beliebten Urlaubsländern wie Spanien, Italien, oder Portugal, ist die genaue Anzahl der infizierten Hunde nicht bekannt. Allerdings zeigten Tests bereits Anfang 2000, dass die meisten, mit Leishmaniose-infizierten Hunde aus Spanien stammen. Doch auch in Sizilien sind ca. 80 Prozent der Streuner betroffen. Nicht nur die Sandmücke übertragt die Krankheit, infizierte, tragende Hündinnen können ihre ungeborenen Welpen über die Plazenta anstecken. Und auch wenn viele Tierschützer das Gegenteil behaupten: Es ist bis heute nicht geklärt, ob Leishmaniose möglicherweise sogar von Hund zu Hund übertragbar ist. Auf den Menschen ist sie es allemal. Einen zuverlässigen Schutz gegen diese Erkrankung gibt es nicht.

Hund eingefangen

Aufgrund der langen Inkubationszeit von bis zu sieben Jahren, kann Leishmaniose auch mit dem sogenannten „Mittelmeer-Check“, den viele Tierschützer durchführen lassen, häufig nicht erkannt werden, obwohl die Tiere längst infiziert sind. Stress durch das Einfangen, den Tierheimaufenthalt und den Transport, verbunden mit dem Klima- und Futterwechsel begünstigen den Ausbruch der Erkrankung. „Die Mittelmeer-Checks sind oftmals das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind“, erzählt ein Insider,, „viele Hunde werden mit gefälschten Papieren nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz gebracht. Es gibt etliche Tierschutzorganisationen, die nur auf Profit aus sind und mit dem Leid der Tiere Geld scheffeln!“
Noch eine andere gefährliche Erkrankung ist auf dem Vormarsch, die Parvovirose. Auch sie kommt durch Auslandshunde immer häufiger vor. Zu den Symptomen gehört Erbrechen und blutiger Durchfall. Der Kot erkrankter Tiere ist mit dem Virus durchsetzt und hoch ansteckend. In den meisten Fällen tritt innerhalb weniger Tage der Tod ein.

Deutscher Tierschutzbund: „Fangen, kastrieren und freilassen“

„Natürlich kann es keine Lösung sein, immer mehr Hunde nach Deutschland, Österreich, in die Niederlande oder die Schweiz zu bringen“, schreibt Moderatorin Claudia Ludwig in ihrem Buch „Straßenhunde suchen ein Zuhause“, „auch wenn man sie dort mittlerweile durchaus zu schätzen weiß. Irgendwann muss es den Tierschützern und verantwortlichen Kommunalpolitikern gelingen, die Probleme dort zu lösen, wo sie auftreten.“

Hund schlaeft vor Tempel

Und genau das passiert mittlerweile, auch wenn die Projekte noch in den Kinderschuhen stecken: So setzt sich beispielsweise der Deutsche Tierschutzbund für Straßenhunde in der Ukraine ein. Das Konzept: „Fangen, Kastrieren und Freilassen“. Mit Hilfe einer breit angelegten Medienkampagne bemühen sich die Tierschützer um ein Umdenken in Politik und Bevölkerung vor Ort.
„Leider haben wir nicht genügend finanzielle Mittel, um allen Tieren im Ausland zu helfen“, schreibt der Tierschutzbund auf seiner Homepage. „Neben eigenen Projekten in der Ukraine fördern wir deshalb gezielt Projekte in Süd- und Osteuropa, die nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ funktionieren. Wir unterstützen Maßnahmen und Einrichtungen, die langfristig geeignet sind, die Anzahl der Straßentiere im Land selbst zu verringern. Dabei arbeiten wir mit lokalen Tierschutzvereinen, Behörden und Tierärzten zusammen, leisten Aufklärungsarbeit bei der einheimischen Bevölkerung und den Touristen zu artgerechter Tierhaltung und dem Sinn der Kastrationsprojekte.“
Nicht nur im Sinne der Straßenhunde aus Süd- und Osteuropa, sondern auch zum Schutz unserer Hunde ist nachhaltiger Tierschutz gefragt: So bedauernswert die Zustände auch sind, nur Aufklärung, Kastrationsprojekte und das Eindämmen der Krankheiten vor Ort, können das Leid der Straßenhunde dauerhaft lindern.

26 thoughts on “Mittelmeer-Check: Machen Hunde aus dem Ausland unsere Vierbeiner krank?”

  1. Aufgrund dieses undifferenzierten Artikels werde ich für meine spanisch stämmigen Hunde als jemand der im Auslandstierschutz arbeitet bei ihnen nichts mehr bestellen. Sollte mein Kommentar hier nicht veröffentlicht werden, veröffentlich ich auf FB.

    1. Das ist kein Kommentar, das ist eine Drohung ohne jeglichen Hintergrund. Ich habe selbst eine Hündin, würde mir aber nie einen ausländischen Hund holen. Grund, es gibt in Deutschland genug Hunde die auf eine Vermittlung warten. Ich kenne einige Hundehalter, die mit ihren adoptierten Ostblock-Hunden erhebliche Probleme haben. Erzieherische und auch gesundheitliche. Dies ist meine Meinung und die sollte man auch akzeptieren. Genauso akzeptiere ich die Handlungsweise von wirklichen Tierschützern.

    2. Sorry,aber leider ist sehr viel Wahrheit in dem Artikel,Wir haben 2 Hunde aus dem spanischen Tierschutz in der Familie,tolle Hunde aber leider beide an Leichmaniose erkrankt

  2. Liebes Hund – Unterwegs Team, ich habe 2 Auslandshunde. Meine Hündin ist ein Schatz, sehr sanft und artgenossenverträglich. Sie wurde mit 3 Mo in derTötung auf Mallorca abgegeben, man kann sagen „entsorgt“, wie es oft üblich ist. Sie kennt nicht das Leben als Straßenhund. Durch einen seriösen Verein kam sie nach Deutschland. Wir haben unseren Entschluss, sie nach dem Tod unserer 1. Hündin, zu uns zu holen nie bereut! Nach fast 2 Jahren überlegten wir uns noch einen Zweithund mit aufzunehmen. Er war ein so genannter „Notfall“. Eine Griechin brachte ihn aus Kreta mit nach Deutschland. Irgendwie klappte es hier mit ihrem eigenem Hund und dem „Griechen“ nicht so richtig. Es kam eben immer mal zu Auseinandersetzungen zwischen den 2 Rüden. Sie suchte ein neues Zuhause für ihn. Der kleine Grieche gefiel uns sofort und wir nahmen ihn auf. Dieses Bünde voller Angst und Unsicherheit. Er lebte schon ca. 3 Jahre als Sraßenhund und hatte sich damit arangiert. Er war auf seine Art bestimmt „glücklich“ dort. Nun sind hier Menschen, die ihn lieben, aber ihn an das hierige Leben und die Umwelt gewöhnen müssen! Jetzt will auf einmal ein Mensch für ihn entscheiden und er darf es nicht mehr wie bisher. Alles war Sress für ihn!!! Negativ war der Mittelmeercheck und dann nach kurzer Zeit hier kam: Ehrlichose positiv.Ich will damit sagen, man kann nie allgemein ein JA oder NEIN zu dieser Entscheidung abgeben,solch einen Hund aufzunehmen! Mein Rüde ist zuhause verschmust und anhänglich, aber außen schwierig, besonders an der Leine Artgenossen gegenüber. Bei Radfahrer und Joggern haben wir viel erreicht, aber ich muss immer ein Auge auf íhn haben, besonders bei Kindern. Wir haben uns für ihn entschieden, aber es kostet viel Kraft und Nerven. Wir arbeiten weiterhin mit unserer Hundetrainerin mit ihm. Wir lieben unsere beiden Hunde und würden keinen mehr hergeben! Aber wir kennen die Unterschiede von Hunden aus dem Süden. Die Hündin problemlos und der Rüde das Gegenteil, aber es ist nicht seine Schuld! Oft stell ich mir die Frage, ob er in Griechenland nicht „glücklicher“ gewesen wäre, auch wenn er vielleicht heute nicht mehr leben würde!

    1. Wir haben auch zwei Hunde aus dem Tierheim, die sind völlig gesund obwohl einer von ihnen als Angsthund vermittelt worden ist, hat er sich prächtig entwickelt und ist bei anderen Tierbesitzer aufgrund seines tollen Wesen sehr beliebt .In meiner Umgebung gibt es auch viele Tieschutzhunde. Davon sind auch 3 mit Leichmaniose diagnoziert. Davon ist nur einer der ab und zu Medizin braucht. Leichmaniose heißt nicht gleich krank. Es gibt viele Hunde die ganz normal an Altersschwäche sterben. bzw eingeschläfert werden. Nur wenige brauchen Medizin oder sterben frühzeitig an der Krankheit. Panik macherei.

  3. Stimmungsmache ist doch immer wieder schön *ironie*
    Leishmaniose ist eine Zoonose an der Menschen und Hunde erkranken können.
    Zoonose bedeutet, rein theoretisch ist sie von Hund zu Mensch und von Mensch zu Hund übertragbar.
    Es ist jedoch – und das ist nicht die Aussage von Tierschützern, sondern von einem qualifizierten Parasitologen!, bislang noch keine Übertragung von Hund zu Mensch (oder umgekehrt nachgewiesen worden.

    Dafür aber hat sich ein Zuchthund (Boxer, Rüde) bei einer Ausstellung im Ausland mit Leishmaniose und beim Deckakt die Hündin angesteckt auch ein Teil der später geborenen Welpen trägt nun die Leishmanien in sich. Alles DEUTSCHE Hunde.

    Jeder Urlaubshund, der in einem Land Urlaub macht, wo die Leishmaniose verbreitet ist, kann die Leishmaniose ebenso wie ein Hund aus dem Auslandstierschutz mit nach Deutschland bringen. MIt dem Unterschied, dass viele Urlauber nichts von Leishmaniose wissen und ihre Hunde ohne jeglichen Schutz vor Mittelmeerkrankheiten mit in das Urlaubsland nehmen. Kein seriöser Tierschutzverein hingegen wir einen Hund ohne Test nach Deutschland holen und – so kenne ich es zumindest von meinen Auslandshunden und Pflegehunden – weitere Tests empfehlen, wenn die Hunde erst mal in Deutschland leben.

    Die Sandmücke selbst wurde auch schon in Deutschland nachgewiesen und kam vermutlich nicht durch einen Auslands_Tierschutzhund in unser Land, sondern wohl eher durch den Klimawandel.

  4. Hier werden Tierhändler und Tierschützer verwechselt.
    In jeder Branche gibt es schwarze Schafe, aber dass Tierschützer mit Auslandshunden Geld verdienen, das ist Phantasie von Unwissenden. Das Gegenteil ist leider die Wahrheit. Es sind fast immer die Hunde mit schweren Verletzungen durch Misshandlungen, die angefahrenen, die totgeschlagenen, die nicht tot wurden, die alten, kanken, die trächtigen, die Mütter mit Welpen, die verwahlosten ungepflegten, die ausgesetzt und von Tierschützern geborgen und saniert werden !!! Das dauert machmal Monate lang und erfordert hohe Pflege- und Tierarztkosten. Durch Vermittlungsgebühren und Spenden versuchen Tierschützer im Ausland sehr mühsam, einen Teil der Ausgaben zu begleichen. Viele haben so hohe Schulden, dass sie aufgeben müssen. . Viele Tiere bleiben unbehandelt oder gar auf der Strasse liegen weil niemand die Kosten tragen kann oder will.
    In Ihrem Artikel stimmt einiges nicht, er ist tendenziös und nicht sachlich fundiert.

    1. Wie das so ist: Jeder hat eigene Erfahrungen. Meine letzten bei einem Deutschen Verein, der für glückliche Fellnasen wirbt, die er aus dem Ausland holt, waren durchweg negativ. Erster Punkt, die Dame vom Verein rief nach meiner e-mail Bewerbung zwar zurück, aber mit unterdrückter Nummer. Den Kontakt zur Pflegestelle musste ich selber herstellen, dafür hatte die Vereinsdame keine Zeit. Unsere Stipp-Visite dort in Kurzform: Vier dominante Hündinnen (eine davon war die Pflegerin) und ein verschüchtertes Hündchen, das sich schon vor unserer Ankunft von den anderen abgesondert hatte unter einem Busch. Trotzdem gelang es uns kontakt aufzubauen und der Hund näherte sich uns einmal neugierig und schlabberte meine Hand ab..Doch gleich kam eine Hündin und drängte sich dazwischen. Die Pflegerin fand das lustig – wir nicht. Dann gab es bemerkenswerte Belehrungen, dass man Hunde ignorieren muss, um akzeptiert zu werden. Die Dame hat seit zehn Jahren Hunde, wir hatten seit 30 Jahren immer einen Familienhund – aber andere Erfahrungen, um von unseren Fellnasen akzeptiert zu werden. Trotzdem haben wir alles über uns ergehen lassen, wir wollten ja einen Hund und haben uns den ganzen Blödsinn, plus privatem Weltverdruss angehört. Zudem waren sämtliche Bäume auf dem Grundstück abgeholzt, weil das Laub nerve, wie sie uns wissen ließ. Auch die Belehrung, dass Innereien für den Hund das beste Futter seien und zwar roh, haben wir uns nur angehört und nicht kommentiert! Als wir wieder fuhren, nahmen wir eine Ladung geballte Wut mit nach Hause – aber den Hund wollten wir noch immer. Doch es waren noch viele Fragen offen, beispielsweise der Test, es ist ein Mittelmeerhund, der erst zwei Wochen in Deutschland war. Also warteten wir auf den Anruf, dass Haus und Garten vom Verein besichtigt werden. Die Dame rief spät an – ein übles Psychospielchen mit unseren Emotionen – aber wir zeigten Nerven. Dann die Überraschung noch kurz vor dem Besichtigungstermin. Erste telefonische Anweisung: Geld bereithalten, sie komme mit dem Vertrag, dann könnten wir uns den Hund ja später noch abholen. Nicht erst da klingelten alle Alarmglocken. Wir sagten, wir hätten noch Fragen, da rastete sie am Telefon fast aus, sei ja schließlich alles ehrenamtlich und sie hätte kaum Zeit ect. Sie baute während des Telefonates derartig Druck auf, dass wir das Gespräch beendeten. Fassungslos, welches Personal alles zum „Tierschutz“ gehört, holten wir erst mal tief Luft. Zur Ehre mancher Tierschützer, mit denen ich auch beruflich Kontakt habe, muss ich sagen, es gibt auch die, die Welt besser machen und nicht nur das „Tierglück“ als Bauchladen mit ewig gleicher Melodei vor sich hertragen. Um den kleinen schüchternen Hund tut es mir sehr leid und ich werde den Amtstierarzt informieren. Denn Tierschutz muss auch in Deutschland endlich besser werden. Wer das schäbig findet, sollte mal nicht nur geradeaus denken, sondern sich die Kette veranschaulichen, die unsere Nachfrage nach Hunden so mit sich bringt. So nun „liebe Tierfreunde “ drückt ab und nicht zu knapp! Ich freu mich schon

      1. Ja so ähnlich ist es mir auch passiert !!! Ich wollte eine Dobi Hündin aus Griechenland ein Zuhause geben ??Nachdem ich mich auf diesem Bewerbungsformular alle persönlichen Daten eingel. hatte gingen die Telefonate mit fragen und Antworten hin und her.Ich hatte der Vermittlerin von dieser Org. gesagt,daß ich über 10 Jahre kein Urlaub mehr gemacht hatte und behilt mir vor erst im März ein paar tage wegzufahren .Dann bekam ich einen Anruf die Hündin kommt ende Febuar??Habe dann durchs telefon geknurrt ob Sie mir zuhören würde wenn ich Ihr was erzähle ? Antwort von Ihr:Wenn ich die Hündin nicht nehme es wären noch andere da die sie dann nehmen würden ??Diese Org. hat cirka 600 Hunde in Griechenland sitzen ??? Ich wand mich an die Vorsitzende in Euskirchen -hätte ich mir sparen können !!Die mir sagte wenn es mit der Vermittlerin nicht klappt keine vermittlung !!!!Ich wollte nicht der Vermittlerin ein schönes Zuhause geben :))sondern einem geschundenen Hund !!Aber die geltungssucht der sozusagenden Tierschützerinnen stand mir im Weg-abschließend schrieb man mir noch auf mein Handy das ich wohl mit Hunden besser könne wie mit Menschen ????Mit Menschen ja aber nicht mit solchen eure Angelika

  5. Ob krank oder nicht (und die tierärztlichen Statistiken (im Netz zu finden) sprechen sehr wohl von einer erhöhten Krankeitsrate bei Auslandsimporten zu Inländischen Hunden), ob bös oder nett (ist ein Erziehungs-outcome – keine Erziehung bei Straßenhunden spricht also schon rein statistisch erst Mal davon, dass ein solcher Hunde OHNE Ausbildung ins Land kommt, bei einem Halter kann jeder Hund ausgebildet werden)…

    ABER solange vor unserer Haustüre haufenweise Hunde im Tierheimen dahin vegetieren und oft vergeblich auf eine Familie warten die sich ihrer annimmt, sehe ich keinen Grund einen ausländischen Hund zu importieren oder Geld in fragwürdige Organisationen zu stecken. Es gibt genug Gnadenhöfe und Auffangstationen in D/A/CH die dringend Hilfe brauchen… sind die nicht gut genug weil sie keine Werbelobby haben die besonders traurige Bilder und Bettelanfragen schickt?

  6. Wenn ich in einem deutschen Tierheim meinen Seelenhund sehe, interessiert es mich nicht, ob er vorher in Griechenland, Rumänien oder Deutschland schlecht behandelt wurde. Er ist da, er braucht ein Zuhause, fertig.

  7. Mein Mann und ich leben seit Jahren mit inzwischen 10 Hunden aus dem Auslandstierschutz zusammen .
    5 unserer Hunde kommen aus Rumänien 2 aus Ungarn 1 aus Bosnien 1 aus Serbien und 1 aus Spanien.

    6 Rüden und 4 Hündinnen ( alle kastriert ) leben unter unserer fürsorglichen Aufsicht friedlich und entspannt zusammen. 8 davon sind oder waren „sogenannte Straßenhunde“ wobei sie wohl eher ehemalige Haushunde sind, die man auf die Straße gesetzt hat und sie somit unfreiwillig zu „Streunern“ wurden bis sie eingefangen wurden und zu ihrem Glück in von deutschen Tierschutzorganisationen betreuten Tierheimen landeten. 3 unserer Hunde sind behindert ein Hund ist Leishmaniose positiv und ein Hund ist Babesiose positiv getestet. Sie alle sind uns gleich lieb und wertvoll und wir bereuen es keinen Augenblick, sie bei uns aufgenommen zu haben.
    Wir würden uns immer wieder für diese Hunde entscheiden.

    1. Danke für Ihre aufopferungsvolle Arbeit.Jedes Tier verdient es,
      gerettet zu werden!!!
      Wir bekommen am Samstag einen ganz tollen Straßenhund aus Rumänien.

  8. Jeder Hund ist es Wert, dass man ihm hilft. Egal, ob er ihn einem deutschen Tierheim sitzt oder im Ausland. Wenn man sich einen Hund anschaffen möchte und in den nahegelegenen Tierheimen keinen passenden findet, ist es doch absolut in Ordnung auch bei Tierschutz-Organisationen zu schauen, die Hunde aus dem Ausland vermitteln. Natürlich ist es wichtig in den betreffenden Ländern für mehr Aufklärung zu sorgen und die Hunde kastrieren zu lassen. Solche Aktionen sind es wert, unterstützt zu werden, um das Leid langfristig zu reduzieren. Aber das allein reicht nicht. Es hilft nicht jenen armen Geschöpfen, die jetzt in Tierheimen und Tötungsstationen sitzen. Die brauchen ein Zuhause. Ich habe einen Hund aus einer spanischen Tötungsstation und einen aus einem deutschen Tierheim, der aber ursprünglich aus Rumänien stammt. Beide haben sich hier gut eingelebt. Sie sind gesunde und glückliche Hunde und ich bin sehr froh, dass ich sie habe. Auch in meinem Bekanntenkreis gibt Hunde aus Süd- und Osteuropa. Alle sind gesund und haben sich gut entwickelt.

  9. Wir haben seit einen Jahr eine Hündin aus Rumänien. Uns war es eigentlich egal ob unser neues Familienmitglied aus Deutschland oder den Ausland kommt.
    Allerdings fanden wir in den TH keinen Vierbeiner den wir hatten gerecht werden konnten,oder der für Anfänger geeignet war. Das letztere war leider meistens der Fall.
    Hätten wir unsere kleine nicht genommen,hätten wir wohl keinen gefunden.

    Für uns kommt jedenfalls nie ein Hund vom Züchter in frage!

    Unsere kleine hat genauso viele gesundheitlichen Probleme wie die Hunde von unseren Freunden. Die sind bunt gemischt vom TS – Züchter.
    Ich finde eine solche Einstellung ziemlich traurig, jedes Lebewesen hat ein Anrecht auf eine Chance für das leben. Der Verein wo unsere kleine herkommt opfert sich auf und sie sind mit Herrz und Seele dabei.
    Die machen jedenfalls keinen unterschied zwischen Heimischen oder Auslandskunde!

    So ein Artikel macht mich traurig. Ich habe das erste mal hier bestellt,es wird wohl auch das letzte mal sein!
    Sonst verdienen sie ja Geld durch einen Auslandshund! Das wollen wir ja nicht!!

    Gibt zum Glück genug andere Shops ohne Vorurteile!

    Das ist Meinung,…..

  10. Na ja,so gehen Meinungen auseinander! Für uns kommen nur Tiere aus den Tierschutz in Frage.
    Mit Züchtern kann ich wiederum überhaupt nichts anfangen.
    Wo kommen denn so vielleicht arme Seelen in unseren Tierheimen her?
    Das sind ja nun nicht alles Mischlinge,da sitzen genügend Rasse Tiere drin.
    Also könnten die ja auch was zur Verminderung des Elends in unseren TH tun!

    Unsere kleine kommt aus Rumänien, sie hatte Magenprobleme. Sonst nichts.
    Aus unseren Hundeschulkurs war allerdings nur ein Hund ganz gesund.
    Er kommt auch aus Rumänien. Drei vom Züchter, einer mit extremen Blasen und Magenproblemen von Welpenzeit an, eine Hündin kam von einen Unfallwurf,sie hat Gelenksprobleme.

    Wir lieben unsere kleine,sie ist der beste Hund den es gibt und das lasse ich mir auch von keinen schlechter den!

    Durch das bestellen von Ware von Besitzern mit Hunden aus den Ausland macht ihr auch Geld.
    Das liegt ja nicht in euren Interesse, deshalb habe ich das erste,sowie auch das letzte mal bestellt habe.
    Es gibt genug Shops die nicht solche Vorurteile haben.

    In diesen Sinne
    Good Bey

  11. Na denn, dann sollte der Shop aber auch nicht an den Auslandskunde sein Geschäft machen!
    Wir,meine Rumänische Strassengoere und meine Wenigkeit verzichten auf jedenfalls auf so eine Diskriminierung. Einmal und nie wieder!

    Es gibt auch genug Züchter die ihre Zucht nicht nur aus Tierliebe betreiben. Da muss dann nicht gleich ein Verrmehrer hinter stecken.
    Ich kenne genug Zuchthunde die schon mit angeborenen Probnlmen abgegeben wurden von ihren Züchter.
    Und die Rasse Tiere die im TH sitzen kommen ja auch von irgendwo her.
    Also könnten die ja mit weniger wuerfen auch schon mal etwas gegen das elend in deutschen TH tun.

    Ich für mein teil wurde mir immer wieder einen Hund aus den Ausland holen bei einen seriösen Verein. Da muss man eben genauso hinschauen und sich informieren wie bei den Züchtern.

  12. Aber ihr verdient ja auch am Strassenhund,ich habe ja auch bei euch bestellt,mein Hund kommt aus Rumänien.
    Es war mir egal woher sie kommt, wir sahen uns und wir gehörten zusammen.

    Zu den Krankheiten……sicher gibt es Hunde die Krankheiten einschleppen, das können aber auch Hunde sein die nur Urlaub in den Landern gemacht haben.

    Bei uns im Hundekurs sind drei Hunde vom Züchter, alle drei unterschiedliche Herkunft,unterschiedliche Rassen. Alle drei unterschiedliche gebrechen…… Von den ist keiner gesund,obwohl ihre Züchter sich mit Auszeichnungen behaengen und als ausgezeichnete Züchter gelten.
    Und Züchter tun ja auch einiges dafür das der Nachschub im TH nicht abbricht, immerhin sitzen auch genug Rasse Tiere dort.

    Unsere Strassengoere hatte zwar Magenprobleme am anfang, aber das haben wir schnell in Griff bekommen.
    Am Ende sind es doch die Tiere die leiden…….
    Ob nun die Strassenhunde oder die Tiere die hier leiden. Und jedes Lebewesen hat ein schönes Leben verdient.

    Unser Verein ist ein kleiner und sie halten alles Transparent. Der Kontakten ist auch weiterhin da.
    Schwarze Schafe gibt es überall,ob Tierschutzverein,Züchter oder TH.

  13. Unser kleiner Spanier ist mit 1,5 Jahren zu uns gekommen, nun ist er 4,5 .
    Sicherlich wäre er an einem einsamen Strand von Mallorca glücklicher gewesen,aber das ist nunmal nicht die Realität .Beim Tierarzt waren wir anfangs einmal wegen einer Gastritis und danach nur noch zum Impfen !

  14. I.Westphal
    wenn man das Übel nicht bei der Wurzel packt, wird das Leid nie ein Ende nehmen.
    Man muß auch mal die Augen aufmachen und über den Tellerrand hinausschauen.

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