Hund bekommt Wellness Massage

Wellness-Massagen für den Hund zuhause – so gelingt´s

Bevor Sie Ihren Hund mit einer wohltuenden Massage verwöhnen, gibt es einiges zu beachten:

Wie eine Massage ausgeführt werden sollte, hängt von der Indikation und natürlich Ihrer Zeit ab.

Ist der Hund nervös, brauchen Sie zur Beruhigung Ihres Tieres mehr Zeit als bei einem ruhigen und entspannten Hund.

Massieren Sie keinen Hund, der dreckig oder nass ist.
Verwenden Sie keine Massage-Sprays oder -Öle. (Haarfollikelentzündungen könnten sonst die Folge sein.)
Legen Sie vorher Schmuck und Uhr ab, denn damit könnten Sie Ihren Hund verletzen.
Beginnen Sie immer auf der rechten Hundeseite (herzfern)!
Welchen Druck Sie für die einzelnen Anwendungen ausüben, ist vom Hund, von der Muskelgröße und der Empfindlichkeit des zu massierenden Areals abhängig. Allgemein gilt, dass zu starker Druck immer schlecht ist, da eine Abwehrhaltung erfolgt und so die gewünschte Wirkung nicht erlangt werden kann. Der beste Indikator für den richtigen Druck ist der Hund selbst.
Beobachten Sie während der Behandlung genauestens die Reaktionen Ihres Hundes!
Fängt Ihr Hund zum Beispiel an zu schmatzen, gähnen, sich mit einer raschen Zungenbewegung über das Maul zu lecken, oder weicht er Ihrer Hand aus, dann sind das klare Beschwichtigungssignale, also Abwehrreaktionen.
Wenn  Sie mit leichtem Druck beginnen und diesen ganz langsam steigern, so werden Sie anhand der Reaktion Ihres Hundes dessen Toleranzgrenze schnell erkennen.
Massieren Sie mit gleichmäßigem Druck und gleich bleibender Geschwindigkeit. Die Griffauswahl ist abhängig von der Wirkung, die man erzielen will, aber auch von der  Größe des Muskels und vom Hund selbst, denn nicht jeder Griff wird vom Hund toleriert.
NIE eine Massage anwenden, wenn auch nur einer der nachfolgenden Punkte zutrifft:
-lokale Entzündungen
-akute Verletzungen oder frische Operationswunden
-fieberhafte Erkrankungen
-Tumorerkrankungen
-Gefäßerkrankungen (z.B. Thrombosen, Herzinsuffizienz, arterielle  Durchblutungsstörung)
-offene Wunden
-Knochenbrüche
-akute Luxation
-Erfrierungen
-Hauterkrankungen
-Lungenentzündung
-Medikamentengabe (besonders bei Langzeitantibiotika oder kurz nach Impfungen)
-Trächtigkeit
-Muskelkater*)
*) Sprach man noch vor gar nicht allzu langer Zeit von einer „Übersäuerung“ des Muskels als Ursache für den schmerzhaften Muskelkater, weiß man mittlerweile, dass winzigste Risse im Muskelgewebe der eigentliche Grund sind. Eine Verletzung also, die man natürlich weder „Sport über den Schmerz hinaus“ noch Massagen oder anderen Manipulationen aussetzt. Ruhe und Schonung lautet stattdessen die Losung, damit die lädierten Muskeln schnell heilen können.
Alles abgeklärt und gut vorbereitet?  Dann kann´s ja losgehen….
Nach Streicheln, Bürsten und Kraulen, wie wäre es dann mit einer Knetmassage für Hunde?
(Pia Gerecke, Tierphysiotherapeutin / Dozentin)

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