+49 (0) 6322-9495940 | Mo. - Fr. 9h - 14h

Das Hundegeschirr

Das Hundegeschirr
Das Geschirr ist für viele Hundehalter zu einem unverzichtbaren Accessoire geworden. Es... mehr

Das Hundegeschirr

Das Geschirr ist für viele Hundehalter zu einem unverzichtbaren Accessoire geworden. Es ist eine beliebte und sinnvolle Alternative zum traditionellen Hundehalsband. Hundehalter suchen nach immer mehr Möglichkeiten, welche nicht nur die Sicherheit ihres Hundes gewährleistet, sondern auch dessen Wohlbefinden fördert. Ein Hundegeschirr bietet hierbei eine schonende Möglichkeit, den Hund zu führen, ohne ihn dabei an seinem empfindlichen Halsbereich zu belasten. In diesem Wissensartikel möchten wir Sie in die Welt der Hundegeschirre einführen, zeigen Ihnen ihre vielseitigen Funktionen, doch auch Vor- und Nachteile - vom ergonomischen Design bis hin zu den individuellen Bedürfnissen eines jeden Hundes. Wir entdecken mit Ihnen die verschiedenen Aspekte, welche die Auswahl des richtigen Geschirrs für Ihren Hund so entscheidend machen.

Welche Geschirre gibt es?

Die Auswahl an Hundegeschirren ist so vielfältig wie ihre Einsatzmöglichkeiten. Es gibt allerlei verschiedene Ausstattungen, Arten und Preisklassen. Genau aus diesem Grund ist es für viele Hundehalter nicht einfach, das passende und richtige Geschirr für Ihren Hund zu finden.

Die bekanntesten Hundegeschirre sind: das Führgeschirr, Norwegergeschirr, Sattelgeschirr, Sicherheitsgeschirr und das Step-In Geschirr.
Weitere Geschirrarten, die weniger bekannt sind: das Sicherheitsgeschirr, Mantrailing-Geschirr, Zuggeschirr, Trekkinggeschirr und Therapiehundegeschirre.

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Geschirre

Das Führgeschirr

Das H-Geschirr, auch als Führgeschirr bekannt, ist weit verbreitet und besteht aus einem stabilen Rückensteg mit zwei Schleifen. Eine Schleife geht um den Brustkorb und die andere um den Hals des Tieres. Ein Gurt verbindet die beiden Schleifen und ermöglicht eine effektive Kontrolle über den Hund.

Vorteile

Nachteile

  • Meist in der Größe verstellbar
  • Eignet sich für unterschiedliche Rassen
  • Kann von Beginn an verwendet werden
  • Auch für andere Aktivitäten wie Wandern, Joggen oder Radfahren geeignet
  • Kann nur seinen Zweck erfüllen, wenn es richtig sitzt
  • Bei schlechtem Sitz und Einstellung kann es zu Schmerzen an Brust oder Kehlkopf führen
  • Es können Scheuerstellen entstehen (bei falschem Sitz)

Das Norwegergeschirr

Das Norwegergeschirr besteht aus einem Rumpfgurt, der an einem waagerechten Brustgurt auf beiden Seiten befestigt wird. Der Rumpfgurt verläuft auch hinter den Vorderbeinen um den Brustkorb. Einige Modelle haben außerdem eine Schlaufe im Rückenbereich für zusätzliche Sicherheit, um den Hund in gefährlichen Situationen besser festhalten zu können.

Vorteile

Nachteile

  • Verteilt den Druck nicht auf empfindliche Körperstellen
  • Druck wird auf die Brust geleitet
  • Kehlkopf wird geschützt
  • Schnell an- und auszuziehen
  • Weniger Möglichkeiten des Einstellens
  • Lässt sich bei heranwachsenden Hunden nicht lange verwenden
  • Kann bei hektischen Hunden verrutschen
  • Nichts für aufgeregte und ängstliche Hunde

Das Sattelgeschirr

Das Sattelgeschirr ist eine Sonderform des Norwegergeschirrs. Es besteht aus einem Brust- und Bauchgurt, wobei der Bauchgurt am Rücken weich unterlegt ist und so einem Sattel ähnelt. Auch bei dem Sattelgeschirr wird die Leine am Rückenpolster befestigt. Zusätzlich gibt es auf dem Rückenpolster einen Griff zum Festhalten des Hundes.

Vorteile

Nachteile

  • Lässt dem Hund ausreichend Bewegungsfreiheit
  • Je nach Modell schnell anzuziehen
  • Robust und langlebig
  • Wirkt bei kleinen Hunden eher bullig
  • Unter den Gurten kann sich bei feuchtem Wetter Feuchtigkeit sammeln
  • Beide Gurte müssen richtig sitzen um nicht unangenehm zu sein oder den Hund einzuschränken

Das Step-In Geschirr

Das Stepp-In Geschirr ist mit einer Hose vergleichbar und besteht aus zwei Schlaufen, in die der Hund hineinsteigt. So muss man das Geschirr nicht über den Kopf ziehen. Generell ist dieses Geschirr eher für kleine und leichte Rassen bis ca. 15 Kg geeignet. Ein großer oder schwerer Hund mit einer tiefen Brust kann sich dem Geschirr leichter entziehen.

Vorteile

Nachteile

  • Muss nicht über den Kopf gezogen werden
  • Für Welpen geeignet
  • Wenig Druck auf Brust- und Halsbereich
  • Liegt eng an und ist somit nicht für kräftige Hunde geeignet
  • Kann schnell die Bewegungsfreiheit einschränken
  • Hund muss in das Geschirr hineinsteigen

Das Sicherheitsgeschirr

Das Sicherheitsgeschirr ist speziell für Angsthunde konstruiert, die im Alltag schnell Panik bekommen und Fluchtreaktionen zeigen. Der Unterschied zum z.B. Führgeschirr besteht darin, dass es hier einen zweiten Bauchgurt gibt. Dieser macht es dem Hund unmöglich, sich aus eigener Kraft aus dem Geschirr zu befreien.

Vorteile

Nachteile

  • Für Angsthunde geeignet
  • Leicht anzulegen
  • Leicht zu reinigen
  • Ausbruchssicher
  • Oft zusätzlicher Gurt für höchsten Ausbruchschutz
  • Verstärkte Nähe, Gurte und Verschlüsse
  • Ermöglicht doppelte Sicherung
  • Hund muss sich erst an Geschirr gewöhnen
  • Um ausbruchssicher zu sein muss es optimal sitzen und der Taillenumfang darf nicht über den Brustkorb rutschen
  • Teilweise erhöhter Anschaffungspreis
  • Mehr Aufwand beim Anlegen
  • Sorgfältiges Ausmessen ist ein Muss für die gewünschte Sicherheit und den Tragekomfort

Warum gehört ein gutes Geschirr zur Grundausstattung?

Ein wirklich hochwertiges, komfortables und perfekt sitzendes Hundegeschirr gehört zu einem der wichtigsten Teile der Hundegarderobe. Mit einem Geschirr kann Ihr Hund sich nicht nur frei bewegen, sondern ist zeitgleich vor ruckartigen Bewegungen geschützt, da die Zugkraft sich durch das Geschirr gleichmäßig über den gesamten Brustbereich des Hundes verteilt. Sie ziehen dem Hund quasi nicht am Hals und drücken ihm die Luft weg. Bei der Auswahl des richtigen Hundegeschirrs ist es in erster Linie wichtig, darüber nachzudenken, welche Aktivitäten man zusammen mit seinem Hund ausübt.

Allgemeine Qualitätskriterien zur Auswahl eines Geschirrs:

  1. Stabile und abgerundete Verschlüsse, die sich dem Körper anpassen.
  2. Es darf nicht verrutschen, und alle Teile sollten miteinander vernäht sein.
  3. Das Material sollte weich und angenehm sein, außerdem sollte man es waschen können.
  4. Achten Sie darauf, dass man das Geschirr auf beiden Seiten öffnen kann, sodass Ihr Hund mit den Pfoten auf dem Boden stehen bleiben kann.

Die richtige Anpassung des Geschirrs:

  1. Passt die Breite der Bänder zu Ihrem Hund? Sind die Bänder zu schmal, können Sie einschneiden, sind sie zu breit, können sie vor allem zwischen den Vorderbeinen stören.
  2. Achten Sie bei der Auswahl vor allem darauf, dass die Brustbänder nicht an den Vorderbeinen bzw. der Achsenhöhle scheuern! Bei einem mittelgroßen Hund sollte unbedingt eine Hand breit Platz sein, für kleine Hunde gilt hier ca. 2-3 Finger breit Platz zwischen Achseln und Band.
  3. Das Geschirr sollte so eingestellt sein, dass es weder zu locker noch zu eng sitzt. Hier kann man sich daran orientieren, dass auf beiden Seiten eine flache Hand unter das Geschirr passen sollte. Man muss bedenken, dass der Hund im Sitzen oder Liegen und beim Rennen mehr Platz benötigt.
  4. Die am Hals entlang laufenden Bänder sollten auf keinem Fall über die Schulter bzw. das Gelenk rutschen. Dies passiert nur, wenn das Geschirr zu groß (eingestellt) ist.
  5. Die Ringe im Brustbereich sollten bei einem richtig passendem Geschirr nicht auf dem Brustbein aufliegen.

Wichtiges vor dem Kauf eines Geschirrs

Beim Kauf eines Hundegeschirrs ist es wichtig auf verschiedene Aspekte zu achten, um sicherzustellen, dass das Geschirr optimal für Ihren Hund geeignet ist. Das Brustgeschirr sollte perfekt am Körper Ihres Hundes anliegen und keinerlei Druckstellen verursachen. Das gilt insbesondere im Bereich der Achseln. Achten Sie darauf, dass die Schnallen nicht drücken und im Idealfall nicht auf dem Fell aufliegen. Alle Schnallen und Metallteile sollten unterfüttert sein.

Ein maßgeschneidertes Hundegeschirr ist heute nicht mehr wesentlich teurer als Standardmodelle von der Stange. Diese Geschirre sind besonders dann zu empfehlen, wenn spezielle Bedürfnisse Ihres Hundes berücksichtigt werden müssen. Wenn Sie sich für ein maßgeschneidertes Geschirr entscheiden, ist jedoch äußerste Sorgfalt beim Maßnehmen geboten. Achten Sie beim Messen des Brustumfangs auf ausreichend Abstand zu den Achseln. Bei größeren Hunden empfiehlt es sich, eine Handbreit Spielraum zu lassen.

Wichtig ist, nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Auswahl des Geschirrs. Probieren Sie am besten mehrere Modelle aus und testen Sie diese auch mit der Leine. Je nach Körperform Ihres Hundes können manche Geschirre leicht verrutschen, während andere möglicherweise Druckstellen verursachen.

Ausmessen des Hundes für das richtige Geschirr

  1. Messen Sie den Brustumfang knapp hinter den Vorderbeinen an der breitesten Stelle des Brustkorbs ab, wobei das Maßband eng anliegen sollte ohne den Hund dabei einzuengen. Je nach Hersteller und Art können noch weitere Maße benötigt werden.
  2. Der Halsumfang wird am besten locker am unteren Halsende gemessen, da der Halsauslass bei Geschirren meist tiefer anliegt als die Stelle, an der ein Halsband getragen wird.
  3. Bei einigen Geschirrarten wird auch der Taillenumfang benötigt: Diesen messen Sie direkt an der Taille Ihres Hundes, - also wie bei uns Menschen - an der schmalsten Stelle des Oberkörpers, ca. eine Handbreit vor den Hinterläufen.
  4. Manchmal ist auch die Rückenlänge für einige Geschirre entscheidend. Hierzu setzt man am besten zwischen den Schulterblättern an und misst entlang des Rückens bis zum Rutenansatz.

Mit den ermittelten Werten kann man mit Hilfe der Größentabelle des Herstellers das geeignete Hundegeschirr auswählen.

Ein hilfreicher Tipp: Sollte die Messung genau zwischen zwei Werten liegen, ist es ratsam, die größere Größe zu wählen. Dies gewährleistet, dass das Hundegeschirr ausreichend Platz bietet und optimal sitzt.

Das richtige Material

Es ist ratsam, bei der Auswahl eines Hundegeschirrs auch das verwendete Material zu berücksichtigen. Wenn Ihr Hund gerne schwimmt, ist ein Geschirr aus Nylon die ideale Wahl, da Nylon wasserabweisend ist und schnell trocknet. Darüber hinaus sind Nylongeschirre schmutzabweisend und äußerst strapazierfähig.
Für diejenigen, die großen Wert auf ein hochwertiges Erscheinungsbild legen, ist ein Geschirr aus Leder eine geeignete Option. Ledergeschirre sind bei richtiger Pflege äußerst langlebig. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht jedes Leder gleichermaßen auf Schmutz oder Feuchtigkeit reagiert. Daher ist es entscheidend, den Einsatzzweck des Ledergeschirrs zu kennen, um das optimale Leder zu finden.
Wenn Sie sich für ein Hundegeschirr aus Leder entscheiden, empfehlen wir, sicherzustellen, dass es sich um Rind- oder Fettleder handelt. Diese Lederarten sind besonders flexibel, strapazierfähig und erfordern nur minimale Pflege.

Fazit zum Schluss:
Es gibt nicht das passende Geschirr für jede Rasse! Es ist wichtig sich sehr gut beraten zu lassen und verschiedene Geschirre zu testen um das Optimum für den eigenen Hund zu finden. Außerdem sollten Sie das Geschirr auch in der Bewegung testen, denn so sehen Sie, ob das Geschirr an irgendeiner Stelle scheuert, verrutscht oder einschneidet. Dem Hund muss trotz der Sicherheit genug Bewegungsfreiheit im Geschirr gegeben werden.

Inverkehrbringer
Inverkehrbringer

Inverkehrbringer

Name:

Hund unterwegs Wissen

Anschrift:

Bewertungen lesen, schreiben und diskutieren... mehr
Kundenbewertungen für "Das Hundegeschirr"
Bewertung schreiben
Bewertungen werden nach Überprüfung freigeschaltet.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Zuletzt angesehen